Nato-Wachsamkeit gegenüber iranischer Bedrohung nimmt zu

Aus Sorge vor Bedrohungen aus dem Iran schalten die Nato-Länder auf erhöhte Alarmbereitschaft und stärken ihre Verteidigungsmaßnahmen.

heute 22:00 Uhr | 1 mal gelesen

Schon am Mittwoch haben die Nato-Staaten ihr Raketenabwehrsystem aufgerüstet – der Auslöser war der Abschuss einer ballistischen Rakete aus dem Iran, die Richtung Türkei unterwegs war, aber rechtzeitig unschädlich gemacht wurde, so Sprecher Martin O'Donnell. Die schnelle Reaktion wurde durch den Kommandeur der Nato-Luftwaffe veranlasst, der empfahl, die erhöhte Bereitschaft solange beizubehalten, wie es nötig erscheint. Die Bedrohung, die durch die fortlaufenden und wenig vorhersehbaren Angriffe Irans in der Region ausgeht, bleibt ein zentrales Thema. Der Oberste Befehlshaber der alliierten Nato-Streitkräfte in Europa (SACE) unterstützte die Maßnahme. Auch im Nordatlantikrat stieß der Vorschlag offenbar auf Schulterklopfen. Über konkrete Schutzmaßnahmen schweigen sich die Verantwortlichen jedoch aus – 'aus Sicherheitsgründen', wie es immer so schön heißt. Man kann davon ausgehen, dass es hinter verschlossenen Türen ordentlich geknistert hat.

Nachdem eine iranische ballistische Rakete auf die Türkei abgefeuert und abgefangen wurde, versetzte die Nato das Raketenabwehrsystem in einen Zustand erhöhter Wachsamkeit, um auf weitere Bedrohungen aus der Region reagieren zu können. Dieser Schritt wurde von den Führungsebenen des Bündnisses einstimmig unterstützt und bleibt bestehen, solange die Lage als riskant eingestuft wird. Nach aktuellen Berichten in mehreren Medien mehren sich Stimmen, die davor warnen, dass die Gefahr einer Eskalation steigt – insbesondere vor dem Hintergrund sich verschärfender Spannungen zwischen Iran und verschiedenen Nato-Staaten im Nahen Osten. Laut neuesten Angaben aus der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bleibt die genaue Anzahl und Art der eingesetzten Systeme geheim, was die Ungewissheit in der Bevölkerung eher verstärkt als beruhigt. Laut mehreren internationalen Beobachtern nehmen insbesondere osteuropäische Staaten die Meldungen sehr ernst und prüfen, ob eigene Schutzmechanismen oder Truppenbewegungen angepasst werden müssen.

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