Trotz der erwarteten Preisanstiege, die auf die globalen Gasmärkte durchschlagen könnten, können die meisten privaten Haushalte vorerst aufatmen: Sie sind gewöhnlich durch längerfristige Verträge mit Preisbindung weitgehend geschützt – zumindest kurzfristig. Müller betonte jedoch zugleich, dass Lieferprobleme aktuell nicht zu erwarten seien. 'Unsere Gasversorgung ist stabil, der Anteil von Gas aus dem persischen Golf ist für Deutschland eher gering', so seine Einschätzung. Anders formuliert: Die Preisausschläge an den internationalen Märkten werfen zwar ihre Schatten voraus, aber akut drohende Versorgungsengpässe sieht Müller nicht. Zwischen den Zeilen klingt mit: Es bleibt komplex, unsicher – und ein wenig Glück gehört eben bei der Energieversorgung auch immer dazu.
Die Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten, ausgelöst durch kriegerische Auseinandersetzungen im Iran, wird nach Einschätzung der Bundesnetzagentur voraussichtlich auf die Gaspreise in Deutschland durchschlagen. Zwar sind kurzfristige Engpässe durch die diversifizierte Versorgungslage unwahrscheinlich, doch mittelfristig könnten Schwankungen der Weltmarktpreise auch für deutsche Verbraucher spürbar werden. Weitergehende Recherchen bestätigen, dass Analysten und Energieexperten branchenübergreifend auf das Risiko internationaler Preisschocks durch geopolitische Krisen hinweisen – bislang bleibt der Markt jedoch relativ stabil und neue LNG-Terminals in Deutschland stützen die Versorgung zusätzlich.