Neuer Wohnraum durch 'Nachverdichtung Leonardo' in Salzburg

Am 17. April 2026 hat die Salzburg Wohnbau offiziell mit der Vorstellung des Projekts 'Nachverdichtung Leonardo' in der Röcklbrunnstraße im lebhaften Stadtteil Schallmoos ein Zeichen gegen Wohnraummangel gesetzt.

heute 13:16 Uhr | 3 mal gelesen

Man kennt das: Eigentlich gibt es im städtischen Raum wenig freie Flächen, doch der Bedarf an leistbarem Wohnraum für junge Leute bleibt hoch. Was tun? In Salzburg Schallmoos startet nun das Projekt 'Nachverdichtung Leonardo'. Geplant sind – ohne den Bestand plattzumachen – zehn neue, geförderte Zwei-Zimmer-Wohnungen, pro Einheit etwa 48 Quadratmeter. Insgesamt entsteht eine zusätzliche Wohnfläche von knapp 484 Quadratmetern. Fertig werden soll das Ganze bis März 2027. Statt wild neue Siedlungen auszustampfen, setzt man hier lieber auf maßvolle Ergänzung: Der Zubau wird an das bestehende Studentenwohnheim 'Leonardo' angedockt, nutzt die Fläche also intensiver – und das ohne neue Flächen zu verbrauchen. Das hört sich erstmal pragmatisch an, ist aber eigentlich auch ziemlich ambitioniert. Stadtentwicklung nach dem Prinzip 'Weniger ist mehr' – und das ausgerechnet im dicht bebauten Salzburg. Geschäftsführer Thomas Maierhofer spricht davon, Bauland ressourcenschonend zu nutzen. Und überhaupt – auch die neuen Vorgaben der Salzburger Wohnbauförderung fließen ein: Zehn Wohnungen mit knapp 2 Millionen Euro Errichtungskosten, davon 1,2 Millionen gefördert. Effiziente Grundrisse, überschaubare Mietpreise. Erdgeschoss plus fünf Stockwerke – da kommt ganz schön was zusammen. Bürgermeister Bernhard Auinger betont die Vorbildrolle des Projekts: Es werde dringend benötigter Wohnraum für junge Menschen geschaffen, und zwar vor Ort, ohne dass irgendwo am Stadtrand neue Flächen versiegelt werden. Auch beim Blick auf die Energieversorgung strampeln alle in dieselbe Richtung: Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Speicher – alles auf Nachhaltigkeit getrimmt. Geplant wird von kofler architects, gebaut von Spiluttini Bau. Fazit: Es geht nicht immer um höher, schneller, weiter, manchmal reicht auch gezieltes Nachbessern – oder Nachverdichten.

Das 'Nachverdichtung Leonardo'-Projekt steht beispielhaft für eine neue Richtung in der Städteplanung: Statt den unaufhaltsamen Flächenfraß voranzutreiben, nutzt Salzburg Wohnbau vorhandene Stadträume schlauer aus. Noch kurz ergänzt: Die 2025 greifende, neue Wohnbauförderung unterstützt genau solche Konzepte mit hohen Fördersummen, was im aktuellen Wohnungsmarkt beste Voraussetzungen für bezahlbare Mieten schafft. Nachhaltigkeit ist kein netter Nebeneffekt, sondern elementarer Baustein: Wärmepumpe und Photovoltaik sollen im Betrieb Minimalismus und Klimaschutz vereinen. – Kurzer Querblick auf die Lage: Günstiger Wohnraum und bauliche Nachverdichtung beschäftigen derzeit viele Städte, auch jenseits von Salzburg. Im Vergleich zum reinen Neubau bedeutet das eine geringere Versiegelung des Bodens und schnellere Projekte – allerdings sind die Herausforderungen vielfältig: Technische Vorgaben, soziale Durchmischung und die Akzeptanz vor Ort spielen eine Rolle. Politik, Verbände und Unternehmen stehen unter Handlungsdruck, wie täglich auch Medien wie Zeitungen oder unabhängige Internetplattformen berichten. Ein Punkt, der in diesem Zusammenhang auffällt: Es braucht Lösungen, die weniger spektakulär sind als die Schlagzeilen, dafür aber nachhaltiger wirken – und genau das passiert hier.

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