Mit beeindruckendem Rückhalt wurde Lisa-Kristin Kapteinat, Landtagsabgeordnete der SPD, erneut an die Spitze des ASB-Landesvorstands gewählt. Den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden übernehmen künftig Renate Sallet (Bergisch Land) und Martin Spilker-Reitz (Ruhr). Weitere Vorstandsmitglieder sind Laura Wistuba, Benjamin Schuldt, Dr. Caroline Siegel, Thomas Hake, Lisa Bracht sowie Thorsten Budasz – allesamt aus unterschiedlichen Regionen NRWs.
Die Überwachung und Kontrolle liegt zukünftig in den Händen von Tino Niederstebruch, Daniela Bech und Christopher Zimmermann. In Kapteinats Worten stand dabei nicht nur das Amt im Fokus, sondern vor allem das Miteinander der vielen Haupt- und Ehrenamtlichen im Verband: "Gerade die Menschen machen den Unterschied. Sie halten die Fäden des Zusammenhalts zusammen, nicht nur in Krisenzeiten. Diese Arbeit sollte Anerkennung und Zukunftsfähigkeit durch gute Bedingungen erfahren."
Das in den letzten vier Jahren initiierte Programm 'Menschenschätze und Menschen schätzen' wurde von den Delegierten besonders hervorgehoben. Im Mittelpunkt dieses Entwicklungsprozesses standen Studien zur Arbeitswelt, zum Engagement und zur Jugendarbeit. Über zwanzig Veranstaltungen, neu geschaffene Karriereseiten und Kampagnen zur Stärkung von Engagement und Mitgliedschaft wurden lanciert. Auch gab es Neuerungen für alle Beschäftigten: So wurde eine betriebliche Krankenversicherung auf den Weg gebracht.
Mit rund 245.000 Mitgliedern in NRW – ein Zuwachs von kräftigen 20.000 seit 2022 trotz herausfordernder Zeiten – bleibt der Verband weiterhin Spitzenreiter innerhalb des bundesweiten Zusammenschlusses. Dr. Stefan Sandbrink, Landesgeschäftsführer, unterstrich den Dank an die mehr als 7.500 Aktiven und die 19 regionalen Gliederungen, die den Verband wirklich lebendig machen.
Die Wahl von Lisa-Kristin Kapteinat zur Landesvorsitzenden des ASB NRW spiegelt die hohe Zustimmung und das Vertrauen wider, das ihr innerhalb des Verbands entgegengebracht wird. Im Rahmen der Landeskonferenz wurde betont, dass der Schwerpunkt der Verbandsstrategie weiterhin auf den Menschen liegt, die in Pflege, Rettungsdienst und Ehrenamt tätig sind – ein Ansatz, den aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie demografischer Wandel und steigende Arbeitsbelastung besonders erforderlich machen. Der als Leuchtturmprojekt gewertete Entwicklungsprozess „Menschenschätze und Menschen schätzen“ hebt die Bedeutung partizipatorischer Strukturen und innovativer Attraktivitätsmaßnahmen (z.B. Engagementportal, betriebliche Krankenversicherung) für Nonprofit-Organisationen hervor – eine Entwicklung, die auch in zahlreichen aktuellen Medienbeiträgen zur Zukunft der Wohlfahrtsverbände immer wieder diskutiert wird.