Onkel Otto begibt sich auf 80-tägige Hessenreise zum Landesjubiläum

Frankfurt am Main – Es gibt Dinge, die für Hessen unverrückbar sind: Bembel, Handkäs, und irgendwie auch Onkel Otto. Zum 80. Geburtstag des Landes macht sich das knuffige Maskottchen des Hessischen Rundfunks auf zu einer beachtlichen Rundreise quer durchs Bundesland – mal vorbei an Festen, mal mittendrin in Traditionen. Am 10. Juni fällt der Startschuss am hr-Funkhaus, am 11. Juni winkt Alsfeld bereits als erster Zwischenstopp.

heute 14:56 Uhr | 2 mal gelesen

Die Aktion "In 80 Tagen durch Hessen – Onkel Otto unterwegs" will nicht weniger als ein lebendiges Mosaik der hessischen Lebensart zeichnen. Am 10. Juni heißt es also: Koffer gepackt, Kollegen gedrückt, los geht’s vom Frankfurter Dornbusch hinaus ins Land. Schon einen Tag später taucht Onkel Otto auf dem Feierabendmarkt in Alsfeld auf – das ist quasi die Ouvertüre. Danach? Stationen wie der Hessentag in Fulda, die große hr-Radtour und das Europa Open Air vor dieser grandiosen Frankfurter Skyline stehen auf dem Plan. Natürlich gibt es die ganze Reiseroute zum Nachschlagen auf hr.de. Bis zum Finale am 29. August dürfte kaum ein Winkel Hessens unentdeckt bleiben. Nicht nur Städte stehen im Fokus: Viele Feste und Kuriositäten aus den kleineren Gemeinden haben ihren festen Platz auf der Route – etwa das Burgen- und Trachtenfest in Lindenfels, der uralte Grenzgang in Biedenkopf oder Rosenköniginnen in Steinfurth. Zudem gibt’s etliche runde Jubiläen: 60 Jahre Baunatal, 100 Jahre Zissel in Kassel – man kommt kaum hinterher. Wer’s lieber vom Sofa verfolgt, wird von hr-Sendungen und Social Media-Nudges begleitet, fast als wäre man dabei. Sogar die „Hessenschau“ reißt für ein paar Tage aus und wirft einen Blick in Hessens ferne Zukunft. Es gibt Ferien-Tipps, Outdoor-Abenteuer und Wetterfrösche-Gipfel mit Onkel Otto himself. Über die Tour berichtet Onkel Otto regelmäßig im eigens eingerichteten Online-Tagebuch – inklusive Fotos, kleinen Filmchen und Anekdoten frisch von der Strecke. Nach und nach entsteht so ein ehrliches, witziges und manchmal schräges Kompendium hessischer Eigenarten. Noch ein kurzer Exkurs zur Vita des Hundes: Onkel Otto, seit 1958 Maskottchen des hr (gezeichnet von Hans Fischerkoesen, einem echten Trickfilm-Urgestein), ist längst ein Stück Fernsehvergangenheit und fast so etwas wie ein hessischer Volksheld geworden. Seine Abenteuer sind zwar seltener geworden, aber das schwarz-weiße Schnauzengesicht bleibt generationsübergreifend Kult und taugt immer noch als Selfiemagnet – nicht nur bei Festen.

Mit seiner 80-tägigen Entdeckungsreise durch Hessen verkörpert Onkel Otto eine symbolische Verbeugung vor der kulturellen Vielfalt und dem Gemeinschaftsgefühl des Landes. Die Aktion knüpft an ablaufende und aktuelle Debatten um Regionalidentität und die Rolle von öffentlich-rechtlichen Medien im Alltag an und bringt lokale Geschichten auf unterhaltsame Weise ins Rampenlicht. Ergänzend dazu: In den letzten Tagen wurde in mehreren deutschen Medien das Jubiläumsjahr des Landes Hessen mit vielfältigen Feierlichkeiten hervorgehoben. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Traditionen und Moderne in Regionen begegnen und wie verbindend solche Aktionen in gesellschaftlich angespannten Zeiten wirken können. Darüber hinaus wurde auch angesprochen, wie Maskottchen und Identifikationsfiguren heute zur Markenbildung öffentlich-rechtlicher Sender beitragen. Zudem lässt sich beobachten, dass der hr versucht, niedrigschwellige Zugänge (zum Beispiel über Social-Media-Formate oder Vor-Ort-Berichterstattung) zu schaffen, um jüngeres Publikum und digital affine Gruppen anzusprechen.

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