Ehrlich gesagt, man spürt geradezu das Aufbäumen in den eigenen vier Wänden – zumindest in Bayern oder Baden-Württemberg, wenn es um Solarenergie geht. Für viele Hausbesitzer dort ist eine Photovoltaikanlage kein netter Luxus, sondern fast schon ein Muss, um das eigene Haus aufzumotzen und nicht zuletzt bei den Energiepreisen mitzuhalten. Armand Zorn, seines Zeichens SPD-Fraktionsvize, hat in der 'Rheinischen Post' durchblicken lassen, dass die aktuellen Kürzungspläne aus Reiches Ressort auf keinem festen Fundament stünden – das sei doch nur ein halbgares, bereits überholtes Papier, so Zorn sinngemäß. Worauf es wirklich ankommt? Nicht auf irgendeinen alten Entwurf, sondern auf den politischen Willen, so Zorn. Und der sei klar: Die SPD dringt darauf, dass das nächste große Energiegesetz-Paket nicht kleckert, sondern klotzt – also richtig viel für mehr erneuerbare Energien, stabile Netze und, ganz wichtig, niedrigere Stromkosten für alle bringt. Einfache Lösung? Gibt's vermutlich nicht. Aber Unmut über vorschnelle Kürzungsvorschläge schon.
Der aktuelle Streit um Förderkürzungen bei kleinen Solaranlagen entwickelt sich zu einem politischen Zankapfel. Die SPD betont, dass gerade die Investition in Photovoltaik auf privaten Dächern wesentlich zur Modernisierung, Klimaschutz und auch zur Entlastung von Verbraucherhaushalten beitrage. Neuere Informationen zeigen, dass sich die Diskussionen um das EEG auf Bundesebene zuspitzen: Während Teile aus der Union auf eine Reduzierung der Förderung drängen, stellen sich Grüne und SPD bislang dagegen und fordern stattdessen mehr Tempo beim Erneuerbaren-Ausbau, auch mit Blick auf den europaweiten Netzausbau und den Druck steigender Strompreise.