Roland Fornika übernimmt Führung bei FECCIA: Neuer Präsident aus Deutschland

Malaga/Köln – Die Stimmen sind ausgezählt: Dr. Roland Fornika, bekannt aus dem Vorstand des VAA, übernimmt die Präsidentschaft der europäischen FECCIA und setzt damit ein klares Zeichen für die Fach- und Führungskräfte in der Chemiebranche.

heute 08:25 Uhr | 5 mal gelesen

Von jetzt an sitzt Roland Fornika am sprichwörtlichen Steuerrad der FECCIA, dem größten Verband für Führungskräfte in Europas Chemie- und Pharmaindustrie. Fornika, 58 Jahre alt und leitender Mitarbeiter bei Röhm GmbH, wurde im Rahmen einer Tagung während der JusTransLEAD-Konferenz im spanischen Malaga gewählt – vielleicht kein schlechter Ort, um über große Entwicklungen nachzudenken. Er bringt nicht nur Erfahrungen aus dem Management und der Arbeit im VAA-Vorstand mit, sondern auch das Wissen als ehemaliger Vizepräsident der FECCIA. Künftig wird er also die Interessen von mehr als 100.000 europäischen Expertinnen und Experten vertreten – eine ziemliche Verantwortung, wenn man es recht bedenkt. Fornika betont selbst, wie wichtig der europäische Schulterschluss sei: Gerade die nachhaltige Transformation der Chemie – Stichwort Kreislaufwirtschaft – könnte viele Jobs erhalten oder schaffen. Auch die Rechte von Arbeitnehmern, die auf EU-Ebene oft im Schatten der Arbeitgeberinteressen stehen, will Fornika nicht aus dem Blick verlieren. "Manchmal gerät die Bedeutung von Mitbestimmung in Brüssel etwas ins Hintertreffen – das werden wir ändern," so Fornika. Zuversicht klingt mit, aber auch die Botschaft: Einfach wird es nicht. VAA-Hauptgeschäftsführer Stephan Gilow sieht in Fornikas Wahl einen Meilenstein – vor allem, weil der VAA damit direkt auf europäischer Bühne mitmischen kann. Nicht unwichtig: FECCIA arbeitet eng mit dem Arbeitgeberverband ECEG und der Industriegewerkschaft IndustriALL zusammen – also direkte Einflussnahme beim europäischen Sozialdialog. Presseanfragen? Patrick Herrmann steht bereit mit Antworten.

Dr. Roland Fornika, VAA-Vorstandsmitglied und Leiter bei Röhm, ist neuer Präsident der europäischen Führungskräftevereinigung FECCIA, die über 100.000 Fachkräfte in der Chemie- und Pharmaindustrie vertritt. Die Wahl fällt in eine Zeit großer Herausforderungen für die Branche: Energiepreise, der Wandel zur nachhaltigen Produktion und der Fachkräftemangel stehen aktuell überall oben auf der Agenda. Fornika will besonders nachhaltige Transformationsprozesse in der Chemie federführend begleiten, der Stärkung von Arbeitnehmerrechten in Europa mehr Gewicht verleihen und das ungleiche Kräfteverhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufbrechen. In ihren neuesten Berichten greifen verschiedene unabhängige Medien dieses Thema auf – sie betonen die strategisch wachsende Bedeutung europäischer Branchenvertretungen, die Herausforderungen beim sozialverträglichen Umbau und die wachsende Kluft zwischen wirtschaftlichen und sozialen Interessen auf EU-Ebene. Die deutsche Chemie-Industrie sieht sich derzeit angesichts geopolitischer Herausforderungen, der Transformation zu grüneren Technologien und der Unsicherheit am globalen Markt besonders gefordert. In diesem Umfeld ist die Rolle von Organisationen wie FECCIA und deren neue Führung enorm wichtig, um die Standorte zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu sichern.

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