Rotkäppchen-Mumm warnt deutlich vor sozialen und wirtschaftlichen Folgen, sollte die Bundesregierung die Schaumweinsteuer erhöhen: Nach Ansicht der Unternehmensführung wären insbesondere Verbraucherinnen und Verbraucher mit kleinerem Budget betroffen, während Luxusprodukte wie Champagner beinahe unberührt bleiben. Wiesner gibt zu bedenken, dass längst nicht jeder bereit ist, mehr als 3,50 Euro für eine Flasche Sekt auszugeben – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten sind Preiserhöhungen für viele schlicht nicht drin. Hinzu kommt die Prognose, dass bei sinkender Nachfrage durch höhere Sektpreise die erhofften Steuereinnahmen vermutlich verfehlt würden, was die angestrebte Wirkung wohl konterkariert. Recherche ergab: Die Debatte um steuer- und konsumgetriebene Belastungen von Alltagssituationen treibt viele Haushalte aktuell um, etwa auch bei Lebensmitteln und Energie. Zuletzt haben sich Politiker, aber auch andere Branchenvertreter, kritisch zu pauschalen Verbrauchssteuern geäußert, sie sehen beispielsweise bei der geplanten Reform der Alkoholsteuer ebenfalls eher eine Belastung kleiner Einkommen. Insgesamt setzt die Branche wohl eher auf differenzierte Regulierungen als pauschale Steueranhebungen, um soziale Schieflagen zu vermeiden.