Es ist schon interessant: Die Schwarz Gruppe – besser bekannt als Mutterkonzern von Lidl und Kaufland – setzt mit vollem Elan auf Künstliche Intelligenz. Nicht nur im Handel, sondern quer durch alle Unternehmensbereiche ist KI längst mittendrin: von der Buchhaltung und Kundenservice über Logistik, Produktentwicklung bis zur Lebensmittelproduktion, ja, sogar im Recycling. Ein Satz von Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits, hallt besonders nach: Er spricht davon, dass kein Unternehmen seine sensiblen Daten leichtfertig aus der Hand geben sollte – aber gleichzeitig lockt der immense Effizienzgewinn durch KI. Aleph Alpha, als ein deutsches Unternehmen mit entsprechender Regulierung, scheint genau die richtige Antwort auf dieses Dilemma zu sein: transparent, nachvollziehbar und den Datenschutz an erster Stelle.
Sein Kollege Rolf Schumann legt nach und warnt, dass Deutschland den Anschluss verlieren könnte, wenn starke KI-Unternehmen nicht gezielt gefördert werden. Öffentliche Aufträge, mutige Investitionen und eine irgendwie ansteckende Aufbruchsstimmung – all das fordert er ein. Die Schwarz Gruppe will mit ihrer Beteiligung an Aleph Alpha Technologie "Made in Europe" gezielt stärken. Und auch ganz praktisch werden KI-Lösungen von Aleph Alpha etwa zur Vertragserstellung, zur Durchsicht von Gesetzestexten und zur Automatisierung komplexer Prozesse in sensiblen Bereichen eingesetzt. Wissen, sozusagen, kommt auf Knopfdruck.
Durch das Investment wird nicht nur die Forschung, sondern auch die praktische Anwendung von KI nach europäischen Datenschutzmaßstäben unterstützt. Es geht dabei nicht zuletzt um digitale Souveränität: Die Kontrolle über Daten und Algorithmen soll im europäischen Raum bleiben – das ist gerade angesichts der Konkurrenz aus den USA und China ein gewichtiges Argument.
Zur Erinnerung: Die Schwarz Gruppe ist mit ihren Supermarktketten, Eigenproduktionen und Recycling-Diensten ein echtes Schwergewicht im europäischen Handel. Über 14.000 Filialen, fast 600.000 Beschäftigte, ein Jahresumsatz von über 175 Milliarden Euro – da kommt zusammen, was Rang und Namen hat. Und mit dem Schritt hin zur Stärkung von Aleph Alpha setzt sie ein klares Zeichen für die Bedeutung einer starken, unabhängigen KI „aus Europa, für Europa“.
Die Schwarz Gruppe plant, ihre Investitionen in Aleph Alpha, einem deutschen Unternehmen für souveräne Künstliche Intelligenz, deutlich auszubauen und Anteile von Bosch Ventures zu übernehmen. Nach Aussagen der Geschäftsleitung ist es für die Wettbewerbsfähigkeit unumgänglich, deutsche und europäische KI-Plattformen gezielt zu unterstützen, insbesondere um Datenschutz und digitale Eigenständigkeit zu sichern. Schwarz nutzt KI bereits umfangreich, vom Vertragsmanagement über Gesetzestextanalyse bis hin zu internen Automatisierungsprozessen.
Aktuelle Berichte zeigen, dass das Thema europäische KI-Lösungen angesichts der Debatten um den AI Act und die Vormachtstellung internationaler Tech-Konzerne an Bedeutung gewinnt. Die Schwarz Gruppe ist hier mit ihrem Engagement Vorreiter, was auch von Politiker:innen und Branchenvertretern begrüßt wird. Darüber hinaus bedeutet das Investment in Aleph Alpha auch einen Beitrag zur Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze und zur Innovationskraft des Standorts Deutschland – inmitten globaler Standortdiskussionen um den "KI-Standort Europa". In zahlreichen Medien wird hervorgehoben, dass europäische KI-Modelle, etwa von Aleph Alpha, als Alternative zu US-Diensten wie OpenAI oder Google Bard zunehmend essenziell sind, nicht zuletzt um Datenschutz und Kontrolle über eigene Daten in Europa zu behalten.