Schwedt: Regierung sieht Zukunft der PCK-Raffinerie positiv

Elisabeth Kaiser, in ihrer Funktion als Ostbeauftragte der Bundesregierung, zeigt sich zuversichtlich bezüglich der Perspektiven der PCK-Raffinerie in Schwedt.

heute 10:59 Uhr | 4 mal gelesen

Die Situation rund um die PCK-Raffinerie in Schwedt bleibt offenbar stabil – zumindest, wenn man Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung, fragt. Mit der Entscheidung, die deutsche Tochter von Rosneft und damit deren Raffinerieanteil der Treuhänderaufsicht durch die Bundesnetzagentur zu unterstellen, wurde laut Kaiser ein wichtiger Schritt unternommen: Der Standort, eine Art Lebensader für den Energiebedarf Ostdeutschlands, ist dadurch auch zukünftig abgesichert. Die Befürchtung, dass Sanktionen gegen Russland die Versorgung gefährden könnten, scheint erstmal vom Tisch. Rohöllieferungen und Zahlungsverkehr laufen weiter – das gibt zumindest für die kommenden Jahre Planungssicherheit. Interessant dabei: Für Schwedt und seine Menschen bedeutet das nicht nur Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern auch die Chance, sich neu zu erfinden. Kaiser deutet an, dass der Umbau in Richtung klimaschonender Industrie kein ferner Traum bleibt. Die Bundesregierung spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle – etwa mit kräftigen Zuschüssen für Wasserstoffprojekte, bei denen perspektivisch sogar "grünes" Kerosin produziert werden soll. 245 Millionen Euro werden dafür allein bereitgestellt. Ob das auf Dauer reicht, sei dahingestellt, aber der Wille zum Wandel ist spürbar. Direkt vor Ort zu sein, so Kaiser, sei für sie entscheidend, um zu begreifen, wie der Wandel tatsächlich vonstattengeht. Klar ist aber auch: Die Raffinerie steht stellvertretend für eine ganze Region – an der Schwelle zwischen Tradition und Zukunft.

Die Bundesregierung gibt der PCK-Raffinerie in Schwedt neue Sicherheit, indem sie die Anteile der deutschen Rosneft-Tochter unter die Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur stellt und so die Energieversorgung sowie Arbeitsplätze schützt. Größere Unsicherheiten durch die Russland-Sanktionen wurden damit zunächst gebannt und mittelfristig ist der Betrieb der Raffinerie gesichert. Unterstützt wird der Standort zudem durch eine Bundesförderung von 245 Millionen Euro für klimafreundliche Projekte wie die Erzeugung von grünem Kerosin. Laut aktuellen Informationen aus Medien wie SZ und taz wird allerdings auch immer wieder auf die Herausforderungen und Risiken des Transformationsprozesses hingewiesen, etwa durch hohe Anforderungen für neue Technologien, die volatile Energiepolitik oder Unsicherheiten bei Importen über andere Häfen. Hinzukommen Debatten um die Rolle von Wasserstoff sowie Fragen nach der Wirtschaftlichkeit und der gesellschaftlichen Akzeptanz der Transformation.

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