„Bullenfeindlichkeit“ – das ist nicht bloß irgendein Medienwort, sondern Realität für viele, die täglich Uniform tragen. Wer einmal als Polizist auf Streife war oder Einsätze bei Großveranstaltungen miterlebt hat, weiß: Der Ton auf der Straße wird rauer, die Hemmschwellen sinken. Von plakativen Beleidigungen bis hin zu regelrechten Angriffen – Polizisten werden immer öfter zur Projektionsfläche für Kritik am System, aber manchmal auch für blinden Zorn. In der neuen KLAR-Reportage sprechen Moderatorin Tanit Koch und das Reporterteam ohne Umschweife mit Polizisten, die jeden Tag ihrem Alltag trotzen. "Eigentlich sind wir doch auch nur Menschen", meint eine Beamtin im Gespräch, und das bleibt irgendwie haften. Psychologe Steffes-Holländer sieht die Gefahr: Wer ständig im Ausnahmezustand lebt, trägt seelische Narben davon, die manchem erst spät auffallen. Tobias Braatz kennt das zu gut – nach einem heftigen Angriff war er raus aus dem Dienst, körperlich wie mental schwer betroffen. Diese Erfahrung teilt er künftig mit Polizeianwärtern, um sie besser vorzubereiten. Übrigens: Die Serie KLAR liefert 2026 weitere fünf Folgen zu unterschiedlichsten, teils sperrigen Themen – und rollt so gesellschaftlich oft Übersehenes ins Rampenlicht. Nachzusehen überall, wo’s ARD gibt oder das Netz reicht.
Die Sendung "KLAR" rückt das Thema Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber Polizeikräften ins Zentrum, unterlegt mit persönlichen Berichten und der Expertise eines auf Polizeipsychologie spezialisierten Therapeuten. Gerade die seelischen Konsequenzen – etwa Traumatisierungen oder depressive Verstimmungen – werden klar benannt und machen deutlich, dass Polizist:innen höchsten Belastungen ausgesetzt sind. Ein Blick in aktuelle Debatten zeigt, dass Gewalt gegenüber Einsatzkräften vielerorts zunimmt; Medienberichte sprechen von einem deutlichen Anstieg dokumentierter Übergriffe, und die Polizei fordert verstärkt gesellschaftliche Rückendeckung und bessere psychologische Unterstützung.