WIBank baut Fördergeschäft 2025 auf 4,1 Milliarden Euro aus

Offenbach am Main – Im Jahr 2025 hat die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ihre Unterstützung für Wirtschaft, Kommunen, Privatpersonen und Landwirtschaft weiter ausgebaut. Mit einem gesteigerten Neugeschäft von rund 4,1 Mrd. Euro setzt die WIBank ihren Wachstumskurs fort (2024 waren es noch 3,9 Mrd. Euro). Auch die Bilanzsumme stieg nach HGB um beeindruckende 1,6 Mrd. Euro und liegt nun bei 31,6 Mrd. Euro.

heute 16:47 Uhr | 2 mal gelesen

Hessen wirtschaftlich und gesellschaftlich fit zu machen – das bleibt die Kernidee der WIBank. Thomas Groß, Chef der Helaba, brachte es bei der jüngsten Bilanzvorstellung auf den Punkt: Die Bank verbinde Finanzkompetenz mit öffentlichem Auftrag und verschaffe Hessen echten Mehrwert. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori nannte die WIBank sogar einen Antrieb für Hessens Zukunft: Öffentliches Engagement, etwa für leistbaren Wohnraum, wirtschaftlichen Wandel oder die Entwicklung der Kommunen, würde durch die Förderprogramme entscheidend unterstützt. Besonders hervorgehoben wurden dabei die Programme HessenFonds und soziale Wohnungsbauförderung, die neben Infrastrukturprojekten starke Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Das Segment „Bauen & Wohnen“ wurde 2025 durch die Erweiterung der sozialen Mietwohnungsbauförderung und die Einführung des "Hessengelds" vorangetrieben. Im Bereich „Versorgen & Modernisieren“ dominieren kommunale Finanzierungen und Schulförderungen, die einen Großteil des Neugeschäfts ausmachen. Digitalisierung kleiner und mittelständischer Unternehmen bleibt ebenfalls ein Thema, auch wenn deren Fördervolumen (5,5 Mio. Euro) vergleichsweise klein ist. Der Geschäftsbereich „Bilden & Beschäftigen“ hat sich fast verdoppelt, weil zahlreiche Förderprogramme mit neuem Geld ausgestattet wurden. Die Sparte „Gründen & Wachsen“ profitierte 2025 besonders von neuen Darlehensprogrammen im Rahmen des HessenFonds, mit günstigen Zinsen zur Innovationsförderung für Unternehmen. In den Geschäftsfeldern gibt es teils deutliche Unterschiede: Über die Hälfte des Neugeschäfts fiel 2025 wie gewohnt auf „Versorgen & Modernisieren“, mit mehr als 2,3 Mrd. Euro, was auch die massive Investition in kommunale Infrastruktur widerspiegelt. Die allgemeine Kommunalfinanzierung kletterte um satte 45% auf fast 820 Mio. Euro. Beeindruckend: Für Schulausbau und Digitalisierung wurden 2025 deutlich stärkere Mittel bewilligt (u.a. 95 Mio. Euro für Ganztagsbetreuung, 266 Mio. aus KIP Schule und DigitalPakt). Klinikinvestitionen in Höhe von 423 Mio. Euro hielten sich auf konstant hohem Niveau. Das Segment „Bauen & Wohnen“ lieferte mit 862 Mio. Euro etwa ein Fünftel zum Neugeschäft der Bank. Die Nachfrage nach Zuschüssen für selbstgenutztes Wohneigentum – Stichwort Hessengeld – erreicht weiterhin hohe Werte, 11.200 Haushalte profitierten 2025 davon. Auch in der Städtebauförderung und bei energetischen Sanierungen floss viel Geld: Für Modernisierung kommunaler Nichtwohngebäude genauso wie für Klimaschutz und Anpassung. Im Bereich „Gründen & Wachsen“ flossen 763 Mio. Euro, etwa auf Vorjahresniveau, wobei die Nachfrage nach den neuen HessenFonds-Programmen enorm war – mit Darlehen für Unternehmen zwischen 300.000 und 25 Mio. Euro. Die Beteiligungsgesellschaft BMH konnte den Mittelstand und hessische Start-ups mit Eigen- und Beteiligungskapital stärken. Landwirtinnen und Landwirte haben über EU-Programme und Direktzahlungen weiterhin einen relevanten Anteil an der Förderlandschaft. Für „Bilden & Beschäftigen“ steht ein massiver Zuwachs: Schülerförderungen, Inklusionsprojekte, und Qualifizierungsmaßnahmen summierten sich teils mehr als doppelt so hoch wie 2024. Bei der Bilanz fällt trotz gestiegener Verwaltungsaufwendungen ein stabiler Überschuss von 26,7 Mio. Euro auf. Die WIBank setzt dabei auch auf Innovation: Neue digitale und agile Arbeitsmethoden, Modulsysteme und sogar KI-Anwendungen werden entwickelt – immer unter Beteiligung des erfahrenen Teams. Judith Mandel, Teil der Bankleitung, hebt hervor: Innovation lebt von Menschen, die mutig neue Wege versuchen – eine Haltung, auf die sie stolz ist.

Die WIBank spielt 2025 erneut eine tragende Rolle in der Förderung hessischer Infrastruktur, Innovation, sozialer Projekte und Wohnraumschaffung. Ihr gesteigertes Neugeschäftsvolumen und die zunehmenden Unterstützungen von Schulausbau, Digitalisierung, Start-ups sowie der Landwirtschaft spiegeln einen breit diversifizierten Förderansatz wider. Speziell Programme wie Hessengeld und HessenFonds unterstreichen den Fokus auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, wirtschaftliche Transformation und Nachhaltigkeit. Im Vergleich zur Vorjahresentwicklung zeigt sich ein anhaltender Trend zu mehr staatlicher Intervention im Förderwesen, auch da private Investitionen weiterhin unter Unsicherheiten leiden. Aktuelle Hintergrundentwicklungen: In Hessen wird die energetische Gebäudesanierung weiterhin als Schlüsselfaktor gegen den Investitionsstau gesehen, wobei Landesmittel und Bundesprogramme ineinandergreifen. Der Fachkräftemangel bleibt branchenübergreifend eine Herausforderung; die WIBank setzt deswegen verstärkt auf Bildungs- und Inklusionsprogramme. Die Debatte um bezahlbaren Wohnraum hat sich noch verschärft, besonders im Rhein-Main-Gebiet, was die Bedeutung staatlicher Förderbanken wie der WIBank weiter erhöht. Außerdem gewinnen digitale Förderstrukturen in Zeiten der Transformation größere Bedeutung, damit selbst Kommunen und Mittelständler schnell und unkompliziert Unterstützung erhalten. (Recherche Stand 14.06.2024)

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