Im Kern begrüßt der SoVD die vorgeschlagene Richtung der Reformen und sieht in stärker digitalisierten, unbürokratischeren Verwaltungsprozessen einen echten Fortschritt. Die Sorge bleibt jedoch bestehen, dass Effizienz nicht zulasten sozialer Sicherheit gehen darf – dieses Spannungsfeld begleitet die politische Diskussion ohnehin seit Jahren. Neuere Analysen, etwa bei taz oder FAZ, bestätigen: Die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Reformen steht und fällt mit dem Erhalt eines verlässlichen Unterstützungsniveaus und der wirklichen Vereinfachung für Betroffene. Interessant: Laut einer aktuellen Erhebung der Zeit hätten viele Bürger:innen Bedenken, ob eine stärkere Digitalisierung nicht am Ende Menschen ohne digitale Kompetenzen benachteiligt. Ein Nebenaspekt: DW berichtet, dass Sozialstaatsreformen in Ländern wie Schweden und Dänemark anfangs auf Widerstände gestoßen, langfristig aber die Verwaltung tatsächlich effizienter wurden – trotzdem blieb die Sorge vor Ausgrenzung bestimmter Gruppen bestehen. Weiterführend diskutiert der Spiegel aktuell, dass die schnelle Umsetzung das eigentliche Nadelöhr bleiben dürfte, nicht die technischen Möglichkeiten.