Die Debatte um eine mögliche Streichung der Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag flammt in Deutschland wieder auf und stößt insbesondere in der SPD auf Widerstand. Fraktionsvize Esra Limbacher bekräftigte, dass ein solcher Schritt nicht zum Programm der SPD gehöre, betonte aber auch, dass angesichts begrenzter Haushaltsmittel grundsätzliche Strukturreformen nötig seien und es ein Fehler wäre, Diskussionen reflexhaft auszuschließen. In aktuellen Medienberichten wird deutlich, dass ein Balanceakt zwischen sozialpolitischer Verantwortung und fiskalischen Zwängen entsteht, wobei Gewerkschaften und Sozialverbände bereits vehement vor einer Aushöhlung des Schutzes für Arbeitnehmer*innen warnen. Hinzu kommt laut jüngster Berichterstattung, dass in ganz Europa ähnliche Debatten um die Absicherung im Krankheitsfall geführt werden – ein Indikator für einen sich wandelnden Umgang mit Arbeitsrecht und Sozialstaat in Deutschland.