Arbeitgeber pochen auf verbindliche KI-Richtlinien für Schulen und Unis

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert dringend klare rechtliche Vorgaben für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bildungssektor. Bund und Länder sollen für verlässliche Strukturen sorgen, damit KI das Lernen voranbringt.

heute 14:59 Uhr | 2 mal gelesen

In einem aktuellen Positionspapier appelliert die BDA an die Politik, die Unsicherheiten rund um Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer endlich zu beseitigen. Schulverwaltungen müssten praktikable, rechtlich saubere Regeln schaffen und insbesondere den Lehrkräften wie auch Schulleitungen bei der Umsetzung Orientierung geben. Arbeitgeberpräsident Dulger macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: Wer heute noch auf verstaubten Strukturen beharrt, tritt den Fortschritt eigenhändig in die Tonne. Das eigentliche Potenzial von KI – Schülerinnen und Schüler individueller zu fördern, Lehrende effektiv zu entlasten – liege bislang völlig brach. Gleichzeitig mahnt Dulger: Ohne Rechtssicherheit in Sachen Datenschutz, Haftungsfragen und digitale Infrastruktur bleibt KI im Bildungsalltag ein Unsicherheitsfaktor. Klar ist für ihn auch: Lehrerinnen, Lehrer und Lernende brauchen fest definierte KI-Kompetenzen. Gleichzeitig müssten Schulen und Bildungsbehörden einfach mehr wagen, statt auf Nummer sicher zu gehen. Und: Klassische Prüfungsformate sollten schleunigst ans digitale Zeitalter angepasst werden – einer Zeit, in der KI eben längst Realität ist. Offene Worte, oder vielleicht einfach nur überfällig?

Die Unternehmen drängen darauf, dass Politik und Behörden endlich praxisnahe Leitplanken für den KI-Einsatz in der Bildung setzen. Es geht um Rechtssicherheit, Datenschutz und die Ausstattung der Schulen mit verlässlicher digitaler Infrastruktur. Die Angst vor Kontrollverlust behindert den echten Fortschritt – dabei entscheidet die Technologie von heute über die Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Aktuelle Berichte verschiedener Medien erweitern das Bild: Die Bundesregierung prüft derzeit, ob der Digitalpakt für Schulen um KI-Module ergänzt wird. Immer mehr Universitäten testen KI-basierte Tutorensysteme, stoßen dabei aber oft auf Skepsis der Lehrenden, etwa wegen unklarer Bewertungskriterien. Die Gewerkschaften warnen zudem davor, dass ohne angemessene Aus- und Weiterbildung Lehrkräfte mit KI überfordert seien und fordern entsprechende Fortbildungsprogramme.

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