SPD fordert von der Union Offenheit nach Klingbeils Impuls

Nach dem Vorstoß von SPD-Chef Lars Klingbeil mahnen die Sozialdemokraten die Union, bei Reformen keine festgefahrenen Positionen einzunehmen.

heute 10:10 Uhr | 3 mal gelesen

„Ich will jetzt keine starren Denkmuster oder Tabus von unserem Koalitionspartner hören, sondern endlich klare, dringend notwendige Schritte für unser Land sehen“, erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer Dirk Wiese in der Freitagsausgabe der 'Rheinischen Post'. Klingbeil habe, so Wiese weiter, eine „markante, zukunftsgerichtete und kompromissbereit“ Rede geliefert, die Mut gemacht habe – man wolle diesen Ansatz aufgreifen. In Kürze, kündigte Wiese an, solle mit der Union an einem umfassenden Reformpaket gearbeitet werden. Übrigens: Man merkt, dass die Stimmung angespannt, aber auch irgendwie aufbruchbereit ist. Ich frage mich jedoch, bei so großen Worten, wie sehr am Ende tatsächlich Bewegung möglich sein wird.

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat mit seiner jüngsten Rede einen offenen Reformaufruf gestartet und signalisiert, dass die deutsche Politik dringend Kurs auf Veränderungen nehmen müsse. Dirk Wiese, SPD-Manager im Bundestag, unterstrich dabei, wie wichtig es jetzt sei, dass die Union nicht in alten Denkmustern verharrt, sondern gemeinsam mit den Sozialdemokraten für ein modernes, reformwilliges Deutschland antritt. Über die Einigkeit in der Koalition gibt es allerdings Zweifel – insbesondere im Hinblick auf Themen wie Sozialpolitik und Modernisierung des Staates, die zwischen den Parteien umstritten bleiben. Laut "FAZ" verschärft sich der Ton in der politischen Diskussion, da auch CDU-Chef Merz zuletzt Zugeständnisse bei Reformen nur mit klaren Bedingungen versehen will. Aus dem SPD-Lager wird nun auch über die Ampel hinaus Dialogbereitschaft gefordert, wie etwa in der "Süddeutschen", die auf weitere Unsicherheiten in der Zusammenarbeit verweist. Gerade die wirtschaftspolitische Unsicherheit und die Debatte um Sozialstaatsreformen werden in verschiedenen Medien kritisch beleuchtet; viele Fragen, wie weit Kompromisse tatsächlich gehen werden.

Schlagwort aus diesem Artikel