Montagnacht, irgendwo zwischen Talkshow und Schlusspunkt eines langen Tages: Karsten Wildberger sitzt vor grellem Licht in der Sendung "Blome & Pfeffer" bei ntv. Eigentlich wollte die Bundesregierung Arbeitnehmer mit einer 1.000-Euro-Prämie entlasten, doch im Bundesrat gab’s einen Rückzieher. Wildberger, ein bisschen abgekämpft, fast schon nachdenklich: "Wenn permanent Druck herrscht und nebenbei noch verschiedenste Erwartungen brodeln, passieren eben auch Fehler." So zumindest seine Einschätzung. Keine Ausrede, wie er betont, eher ein Erklärungsversuch.
Bei der Kommunikation sei Luft nach oben geblieben, und ja, auch in der Regierung sei man längst nicht immer einig. Vor allem das Ringen um die Finanzierung mit den Ländern habe für zusätzlichen Zoff gesorgt. "Wir müssen in Zukunft noch häufiger miteinander sprechen", meint Wildberger – fast so, als treffe ihn die Erkenntnis auf dem Stuhl kurzfristig. Der Rückschlag im Bundesrat? Eine Mahnung, sich nicht von außen und innen zu sehr treiben zu lassen. Und am Ende noch der Blick in den eigenen Spiegel: Auch er selbst, so Wildberger, sei Teil dieses Systems.
Wildberger erklärte in der TV-Sendung, dass Fehler im politischen Prozess unter Zeitdruck passieren können, insbesondere angesichts der enormen Erwartungshaltung an die Regierung. Er betonte, dass die Kritik aus Wirtschaft und Politik ernst genommen werden müsse und insbesondere die Kommunikation zwischen Bund und Ländern verbesserungswürdig sei. Zusätzlich wurde in jüngsten Berichten hervorgehoben, dass Uneinigkeiten in der Finanzierung und das Fehlen klarer Absprachen zwischen den beteiligten Akteuren als Hauptgrund für das Scheitern des Projekts gesehen werden; Medienberichte zeigen zudem immer größere Unzufriedenheit bei Arbeitnehmer*innen, die auf Entlastung gehofft hatten.