Wärmepumpen hätten Heizkosten um Milliarden senken können – E.ON Analyse zur Saison 2025/26

Stellen Sie sich vor: Ein Austausch von Gas- und Ölheizungen gegen Wärmepumpen hätte den Eigentümerinnen und Eigentümern deutscher Einfamilienhäuser in der letzten Heizsaison Milliarden an Energiekosten sparen können. Laut aktuellen Schätzungen von E.ON-Expertinnen und -Experten, gestützt auf Daten der amtlichen Statistik und Branchenverbände, wäre die Kosteneinsparung enorm gewesen – und noch dazu auch ein riesiger Beitrag zum Klimaschutz. Dazu erläutert Martin Endress von E.ON Energie Deutschland: 'Unsere Zahlen zeigen ganz klar die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile eines technologieoffenen Wandels.'

heute 17:46 Uhr | 2 mal gelesen

Wärmepumpen – Ein erstaunliches Sparpotenzial, das kaum genutzt wurde

Die aktuelle Berechnung basiert auf der Zahl der selbst genutzten Einfamilienhäuser in Deutschland, die weiterhin auf fossile Brennstoffe angewiesen sind. Das ist, ehrlich gesagt, eine beträchtliche Gruppe. Die Methodik: Der durchschnittliche Heizbedarf eines Gebäudes wurde samt Fläche kalkuliert und auf eine normale Heizperiode von Oktober bis März hochgerechnet. Das Ergebnis: Rund 2,28 Milliarden Euro hätten bundesweit gespart werden können – allein in einer Saison!

CO2-Reduzierung in großem Stil möglich – vor allem mit grünem Strom

Doch es geht nicht nur um Geld: Wenn alle diese Häuser auf Wärmepumpen umgestellt hätten, wäre die CO2-Einsparung beeindruckend ausgefallen. Je nach Strommix wären zwischen 14,1 und 27,3 Millionen Tonnen CO2 weniger ausgestoßen worden. Besonders spannend: Mit eigenem Ökostrom, beispielsweise durch Photovoltaik auf dem Dach, ließe sich dieser Effekt noch verstärken.

Clever steuern, extra sparen

Ein weiteres Plus: Wer seine Wärmepumpe smart mit dem Netz verknüpft und flexibel steuert, kann noch mehr rausholen – sowohl finanziell als auch fürs Energiesystem. Optimierte Steuerung bringt zusätzliche Boni, und durch regulatorische Vorteile wie reduzierte Netzentgelte ist noch mal Einsparpotenzial drin.

Wie wurde gerechnet?

Zur Orientierung: Es gibt in Deutschland rund 8,74 Millionen selbst bewohnte Einfamilienhäuser mit Öl- oder Gasheizung, die in die Kalkulation einflossen. Bezugsgrößen waren durchschnittliche Wohnfläche, Heizbedarf und aktuelle Preisniveaus für Gas, Öl und Wärmepumpenstrom. Die Zahlen wurden dabei nach Verbreitung der Heizarten gewichtet. Kleine Randbemerkung: Manche Annahmen, etwa zum Strompreis, sind natürlich Durchschnittswerte – je nach Tarif und Region kann die Realität abweichen.

Die E.ON-Auswertung unterstreicht: Ein flächendeckender Umstieg auf Wärmepumpen hätte deutschen Haushalten über 2 Milliarden Euro Ersparnis und erhebliche CO2-Minderungen beschert. Angesichts weiterhin schwankender Energiepreise gewinnt die Elektrifizierung der Wärmeversorgung an strategischer Bedeutung, um sowohl Kosten als auch Abhängigkeiten von Gas und Öl zu reduzieren. Trotz technischer, finanzieller und politischer Hürden zeigt sich in aktuellen Debatten und Medienbeiträgen, dass die Wärmepumpe als ein Eckpfeiler der Energiewende immer mehr in den Mittelpunkt rückt. Laut neuesten Analysen des BDEW stagniert der Hochlauf allerdings – Lieferengpässe, Handwerkermangel und Unsicherheiten bei der Förderung hemmen den Einbau, und die endgültigen Kosten- und CO2-Vorteile hängen stark von Strommix und Dämm-Standard des Gebäudes ab. Aktuelle Medienberichte greifen zudem auf, wie Energiekonzerne und Politik versuchen, neue Anreize zu schaffen und die Wärmepumpe für breitere Bevölkerungsschichten praktikabler zu machen.

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