Testförderung bei Erdgasbohrung in Frankenmarkt steht bevor

Oberösterreich, Frankenmarkt – Die geplante Erdgasgewinnung schreitet voran: Nach vielversprechenden Messergebnissen ist die Bohrung HOCH-1 in die kritische Testphase eingetreten. Die Gesellschaft ADX Energy rechnet mit produktiven Gas-Vorkommen in mehreren, wenn auch schmalen, Gasschichten der sogenannten Hall-Formation.

heute 18:08 Uhr | 3 mal gelesen

Mal ehrlich: Nachrichten über Erdgasbohrungen sind selten der Stoff, aus dem Träume gewoben werden. Aber genau zwischen den Hügeln von Frankenmarkt könnte sich gerade etwas Reges tun. Die Bohrung HOCH-1, initiiert von ADX Energy, hat nach aufwendigen Messreihen nun mehrere Sandsteinlagen zutage gefördert, in denen erhöhte Gaskonzentrationen gemessen wurden. Zugegeben, das klingt erstmal nach technischem Kauderwelsch – aber das Wesentliche ist: Sieben tiefere Schichten der Hall-Formation zwischen rund 1.465 und 1.617 Metern Tiefe könnten wirtschaftliche Gasvorkommen beherbergen. Die Bohrung wurde dafür eigens bis 1.685 Meter in den Boden getrieben. Lokale Experten vergleichen die gefundenen Sandschichten mit bereits produzierenden Feldern in der Nachbarschaft und erwarten durchaus ansehnliche Förderraten, trotz der auf den ersten Blick schmalen Vorkommen von 4 bis 6 Metern. Von außen betrachtet mag das alles recht nüchtern wirken. Doch für ADX Energy und die Umgebung geht es hier ums große Ganze. Ein bisschen wie beim Angeln – zunächst braucht es Geduld und lange Messergebnisse, bevor der große Fang im Produktionsnetz zappelt. Schon bald beginnt nun die Testförderung; sie kann laut Unternehmen mehrere Wochen in Anspruch nehmen, da verschiedene Abschnitte der gebohrten Formation einzeln geprüft werden müssen. Im Fokus stehen dabei vor allem jene Tiefenzonen, die früher nicht in den Ressourcen-Schätzungen aufgetaucht sind. Manche werden sich fragen: Was bringt das dem Land? Laut Schätzungen könnten in dem Prospektionsgebiet insgesamt mittlere Gasvorkommen von rund 226 Millionen Kubikmetern sowie ein P10-Potenzial von fast 500 Millionen Kubikmetern lagern. Das klingt nicht nach Weltrekord, ist für österreichische Verhältnisse aber durchaus von Gewicht. Apropos Gewicht: ADX Energy ist kein Neuling im Geschäft, sondern betreibt bereits etliche Felder in Österreich und widmet sich, so behauptet man, auch der Weiterentwicklung von Speicherlösungen für grünen Wasserstoff – ein durchaus interessanter Nebenaspekt in einer Zeit, in der fossiler Brennstoff heiß diskutiert wird. In jedem Fall können sich alle Anwohnenden bereits darauf einstellen, dass sich in den nächsten Monaten ein wenig mehr auf den Feldern rund um Frankenmarkt abspielen dürfte.

In Frankenmarkt (Oberösterreich) rückt das Erdgasprojekt HOCH-1 von ADX Energy in die entscheidende Testphase: Nach Auswertung der Bohrlochdaten wurden sieben vielversprechende Gaszonen in Sandsteinen identifiziert, die eine kombinierte Nettomächtigkeit von vier bis sechs Metern aufweisen. Die geplanten Produktionstests konzentrieren sich auf die tieferen Schichten der Hall-Formation, die bislang in keinem Ressourcengutachten voll erfasst waren; man rechnet mit wirtschaftlich interessanten Erdgas-Fördermengen von bis zu 500 Millionen Kubikmetern. Laut aktuellen Recherchen wurde das Thema in den letzten zwei Tagen in den großen deutschen Medien wenig prominent behandelt, die Debatte dreht sich aktuell vor allem um die Rolle fossiler Energien und wachsende politische Spannungen zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionaler Wertschöpfung. Laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" verschärft sich in Deutschland die Diskussion um heimische Förderprojekte, weil einerseits steigende Gasimporte kritisiert, andererseits aber auch neue Bohrungen teils aus Naturschutzgründen abgelehnt werden (Quelle: https://www.faz.net). Die "Süddeutsche Zeitung" analysiert in ihrem Beitrag vom 10. Mai die Investitionen in Alternativtechnologien und bilanziert, dass kurzfristig vor allem Gas noch eine Rolle spielen wird, obwohl Investoren immer mehr in Wasserstoff umschichten (Quelle: https://www.sueddeutsche.de). "taz" widmet sich der Frage, wie Bohrprojekte das Landschaftsbild und die ländliche Infrastruktur beeinflussen, und berichtet über Bürgerinitiativen aus mehreren Gemeinden, die gegen neue Explorationsmaßnahmen mobilisieren (Quelle: https://taz.de).

Schlagwort aus diesem Artikel