Die Debatte um angebliche deutsche Gaslieferungen an die Ukraine entzündet sich an Äußerungen der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel, die behauptet, immer noch bestehende, aber knappe Gasspeicher würden für Lieferungen nach Kiew geleert. CDU-Politiker Johann Wadephul widerspricht entschieden und wirft Weidel gezielte Falschdarstellung und prorussische Erzählweise vor – inhaltlich erhält er dabei Rückendeckung vom Bundeswirtschaftsministerium, das betont: Es gibt keine staatlich gesteuerten Gasexporte ins Kriegsgebiet. Die aktuelle Gasversorgungslage in Deutschland ist zwar angespannter als in den letzten Jahren, trotzdem bleibt die Versorgung laut Fachbehörden aufgrund neuer Bezugsquellen wie norwegischen Pipelines und LNG-Terminals gesichert. Erweiterte Recherche zeigt, dass der Austausch über solche Gasströme besonders in Energiekrisenzeiten politisch aufgeladen ist. Nach aktuellen Berichten der "Zeit" bleibt die Debatte über die Ausrichtung der Energiepolitik heikel. Während die Versorgungslage unter Beobachtung steht, gibt es keine Hinweise auf kritische Versorgungslücken – Deutschland importiert inzwischen flexibel über verschiedene Wege, insbesondere aus Norwegen sowie durch verstärkten LNG-Einsatz. Auch die Bundesnetzagentur bestätigt: Die Füllstände sind niedriger, aber im Vergleich zur gesunkenen Nachfrage und dem veränderten Verbrauchsverhalten immer noch im Rahmen der erwarteten Entwicklung (vgl. aktuelle Energiemonitorings). Politische Akteure mahnen derweil zur Besonnenheit und warnen davor, Energiepolitik durch Desinformation zur Verunsicherung zu missbrauchen.