Verdi ruft erneut zu Streiks bei der Postbank auf – Enttäuschung nach gescheiterten Tarifgesprächen

Nachdem die zweite Verhandlungsrunde zwischen Verdi und der Deutschen Bank für die etwa 9.000 Postbank-Angestellten ins Leere lief, plant die Gewerkschaft weitere Warnstreiks. Verdi kritisiert das Verhalten des Arbeitgebers scharf und pocht auf eine deutlichere Lohnerhöhung.

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Am 18. Mai saßen die Tarifparteien in Frankfurt am Tisch – ergebnislos. Die Arbeitgeberseite, so Verdi, habe erneut kein akzeptables Angebot unterbreitet. Das sorgt für Frust: "Es ist schwer vermittelbar, warum eine Bank mit satten Gewinnen sich beim Personal so zurückhält, während nur die Aktionäre jubeln", moniert Jan Duscheck, der die Verhandlungen auf Seiten der Gewerkschaft führt. Konsequenz: Schon ab Mittwoch rollen bundesweit die ersten Warnstreikwellen durch Filialen und Callcenter, ab Donnerstag soll der Protest noch sichtbarer werden – pünktlich zur Hauptversammlung der Deutschen Bank am Frankfurter Messegelände. Das Angebot: Nach einer dreimonatigen Nullrunde sollen Gehälter erst ab Juli 2026 um 2,4 Prozent und anschließend um weitere 2,3 Prozent steigen – ausgesprochen mager, findet Verdi, besonders angesichts der Inflation. Deshalb fordert die Gewerkschaft acht Prozent Lohnplus oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat, ebenso eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen. Doch dabei bleibt es nicht: Verdi verlangt außerdem Garantien bezüglich Arbeitsplatzsicherheit und Standorterhalt, gerade im Hinblick auf die anstehende Digitalisierung und Automatisierung mit KI. Die nächsten Gespräche sind erst wieder Mitte Juni angesetzt, Zeit genug also, weiteren Druck aufzubauen.

Verdi hat nach einer ergebnislosen zweiten Tarifrunde die Streikbereitschaft bei der Postbank spürbar erhöht: Die Gewerkschaft wirft der Deutschen Bank vor, trotz guter Geschäftszahlen kein angemessenes Angebot vorzulegen, und ruft bundesweit zu Warnstreiks auf. Die Forderungen der Gewerkschaft liegen deutlich über dem bisherigen Arbeitgeber-Angebot – neben mehr Lohn stehen vor allem Ausbildungsvergütungen und die Absicherung von Arbeitsplätzen angesichts der zunehmenden Digitalisierung im Fokus. Die nächsten Verhandlungen sind für den 15. Juni 2026 geplant; bis dato will Verdi an ihrem Kurs festhalten. Laut aktuellen Berichten aus verschiedenen Quellen (zum Beispiel von der 'Süddeutschen Zeitung' und 'Handelsblatt') zieht sich das Muster der angespannten Tarifverhandlungen durch den gesamten Bankensektor. Hinzu kommt, dass in der Deutschen Bank Gruppe auch außerhalb der Postbank Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen für Unruhe sorgen. Die Streiks treffen dabei auf ein schwieriges Umfeld mit anhaltend hoher Inflation, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert.

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