Deutscher Mittelstand: Umsatz stabilisiert sich – Euphorie bleibt aus
Im Juni konnte der Mittelstand in Deutschland seinen Umsatz zwar um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen, doch es fehlt weiterhin an echten Aufbruchsignalen.
Im Juni konnte der Mittelstand in Deutschland seinen Umsatz zwar um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhen, doch es fehlt weiterhin an echten Aufbruchsignalen.
Michael Kellner, wirtschaftspolitische Stimme der Grünen, wirft Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vor, Millionen in externe Beratungsdienste zu investieren, während Mittelstandshilfen gekürzt werden.
München – Wo traditionelle Werte auf moderne Beratungskultur treffen.
Ettlingen – Die jüngsten Zahlen sind ernüchternd: Immer mehr Betriebe in Deutschland rutschen in die Zahlungsunfähigkeit. Vor allem Mittelständler, der Einzelhandel, Bauunternehmen und Dienstleister kämpfen an mehreren Fronten – steigende Kosten, nachlassende Nachfrage und das Auslaufen staatlicher Unterstützung drängen sie in die Ecke.
Eigentlich reicht die Firmengeschichte bis Kaiserzeiten zurück – und doch ist von einem Tag auf den anderen Schluss. Das jüngste Beispiel eines traditionsreichen Maschinenbauers steht für ein durch und durch deutsches Dilemma: Viele Mittelständler könnten gerettet werden, gehen aber pleite – meist, weil Eigentümer den Absprung einfach immer weiter vor sich herschieben. Schuld ist selten nur das Geld. Eher: Stolz, Hoffnung und die Angst vor dem Loslassen.
So niedrig wie jetzt haben deutsche Mittelständler seit Jahrzehnten nicht mehr investiert. Ursachen und Sorgen stapeln sich – mit Kettenreaktionen für den Standort.
Viele Inhaber mittelständischer Firmen stehen vor dem Ruhestand, doch die Nachfolgefrage bleibt oft offen. Während für die Gründergeneration die Übergabe eines Unternehmens wie ein persönliches Finale wirkt, steckt darin zugleich ein wirtschaftlicher Umbruch – und der birgt ungeahnte Risiken wie Chancen.
Im Hause von Katherina Reiche (CDU) wird das beliebte ZIM-Förderprogramm für innovative Mittelständler vorerst auf Stop gesetzt – neue Anträge sind aktuell nicht möglich.
Die Kreditvergabe gestaltet sich für viele Mittelständler hierzulande zunehmend schwierig – vier von zehn berichten mittlerweile von Hindernissen beim Zugang zu frischem Kapital.
Traunstein – Eine besondere Ehre für die MaxSolar GmbH: Das Unternehmen aus Traunstein wurde von Ex-Bundespräsident Christian Wulff bei der Verleihung des TOP 100-Siegels hervorgehoben. Im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit in Heidelberg zeichnete Wulff MaxSolar für ihre Innovationskraft aus, insbesondere im Bereich eines offenen Innovationsklimas. Für das Unternehmen ist es nicht der erste Erfolg in diesem Wettbewerb.