Tankrabatt: Monopolkommission sieht überwiegende Weitergabe an Verbraucher
Frische Zahlen der Monopolkommission werfen ein Licht auf den tatsächlichen Effekt des Tankrabatts.
Frische Zahlen der Monopolkommission werfen ein Licht auf den tatsächlichen Effekt des Tankrabatts.
Ex-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich nach dem Aus für die 1.000-Euro-Entlastungsprämie erneut für eine fortlaufende Reduzierung der Spritpreise durch den Tankrabatt ausgesprochen – das äußerte er gegenüber dem TV-Sender "Welt" am Dienstag.
Weil der Bundesrat die sogenannte 'Entlastungsprämie' gestoppt hat, will Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) aus Sachsen-Anhalt, dass der Tankrabatt weiter läuft – und das konsequent, bis die Krise im Nahen Osten vorbei ist. Für ihn ist günstiger Sprit im Osten mehr als ein politisches Manöver.
Der Deutsche Landkreistag fordert nach dem Ende der einmaligen Erleichterungen eine zügige und tragfähige Nachfolgelösung für den auslaufenden Tankrabatt – und warnt vor einem weiteren Gezerre in der Regierung.
Angesichts des Iran-Kriegs fordern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, den aktuellen Tankrabatt bis zur Entspannung der Lage im Nahen Osten zu verlängern. Die bestehende Steuervergünstigung läuft sonst bald aus.
München – Obwohl der Tankrabatt Autofahrer eigentlich spürbar entlasten sollte, landet laut ADAC ein Teil davon offenbar immer noch bei den Mineralölkonzernen. Die jüngste Preisübersicht zeigt: Im Wochenvergleich ging der Literpreis für Super E10 um 7,8 Cent zurück, bei Diesel waren es gute 10 Cent. Das bleibt dennoch einiges hinter dem eigentlichen Steuervorteil von 17 Cent zurück.
Patrick Schnieder, derzeit Verkehrsminister im Bund, hält eine Verlängerung des Tankrabatts weiterhin für möglich – kategorisch ausschließen mag er es jedenfalls nicht.
Matthias Miersch von der SPD hält den Tankrabatt grundsätzlich für sinnvoll, fordert aber stärkere Maßnahmen gegen die weiterhin hohen Benzinpreise.
SPD-Chef Lars Klingbeil bewertet den Tankrabatt als gelungenen Schritt, mahnt aber gleichzeitig die Ölkonzerne und warnt vor zu viel Optimismus.
Wer am 1. Mai morgens zur Tankstelle fuhr, dürfte aufgeatmet haben: Die Preise für Kraftstoff sind merklich gesunken, wenn auch nicht so stark wie der sogenannte ‚Tankrabatt‘ vermuten ließ.