Der drastische Anstieg der Spritpreise hat aktuell eine klare Ursache: Die Situation im Iran und an der Straße von Hormus verschärft sich weiter. Diese Meerenge blockiert der Iran inzwischen teils, sodass etwa 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen im täglichen Stau stehen. Die Folge? Der Ölpreis, konkret für Brent, klettert von 71 auf stolze 82 Dollar pro Barrel – und das binnen sieben Tagen. Besonders Diesel wird sofort teurer. Bundesweit lag der Literpreis zeitweilig schon über zwei Euro. Diesel ist eben empfindlicher, wenn irgendwo auf der Welt die Versorgung wackelt – und auch die Unterbrechung der Flüssiggaslieferungen aus Katar tut ihr Übriges. Viele Industriebetriebe greifen deshalb wieder auf Diesel zurück, gerade weil Erdgas aktuell knapper ist. Benzin bleibt vergleichsweise ruhiger, da die Nachfrage nach wie vor konstant ist. Aber auch hier schlägt der teurere Rohstoffpreis natürlich durch. Vor allem weil Deutschland einen Gutteil des Diesels fix importieren muss, sind wir von externen Schwankungen stark betroffen. Der ADAC rät: Wer sparen will, tankt lieber abends. Nach wie vor sind die Preise zu dieser Zeit oft niedriger. Wer gezielt auf Schnäppchenjagd gehen möchte, kann mit der "ADAC Drive"-App die aktuellen Tankstellenpreise vergleichen. Mehr Infos gibt's übrigens unter www.adac.de/tanken sowie über die offizielle ADAC-Hotline.
Die Preise für Benzin und Diesel steigen infolge geopolitischer Spannungen und gestörter Lieferketten spürbar an. Aktuell erreicht der Ölpreis durch die Blockade der Straße von Hormus und reduziertem Flüssiggasimport neue Höchststände, was besonders auf den Dieselpreis durchschlägt. Es zeigt sich, wie verwundbar der heimische Kraftstoffmarkt für internationale Krisen bleibt – und das nicht zum ersten Mal: Bereits in der Vergangenheit, etwa nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs, konnten Preissteigerungen in ähnlicher Größenordnung beobachtet werden. Zusätzlich belasten die weiterhin hohen CO₂-Preise und anhaltende Unsicherheiten auf den Energiemärkten die Endverbraucher. Laut jüngster Berichte aus Fachmedien rechnen Experten nicht mit einer schnellen Entspannung der Lage – vor allem, solange die Konflikte und Lieferrestriktionen bestehen. Im Hintergrund diskutieren Politiker und Energieverbände verbesserte Lagerhaltung und Strategien zur Diversifizierung der Lieferländer, aber konkrete Lösungen für kurzfristige Entlastung sind bisher Mangelware.