Drohnen gehören längst nicht mehr nur ins Freizeitsegment – sie sind ebenso integraler Bestandteil moderner Konflikte geworden. Die Bundeswehr, gut beraten, dem Trend zu folgen, konzentriert sich verstärkt auf sogenannte Counter-UAS-Lösungen, also Systeme zur Drohnenabwehr. Interessant: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht allein im bloßen Auffinden effektiver Technologien, sondern darin, sie so mobil zu gestalten, dass sie Schritt halten mit dem rasanten Tempo der Bodentruppen. Dabei steht vor allem der Schutz gegen kleinere, bewegliche UAS (Klassen I und II nach NATO) im Vordergrund – das sind die berüchtigten 'Miniaturen', die auf modernen Gefechtsfeldern erstaunliche Wirkung entfalten können. Besonders gefragt: ein cleverer Mix aus Sensorik, Interceptordrohnen und Software, die einzeln ebenso als Teamplayer durchgehen. Die am 12. Mai geplante Produktsichtung auf dem Fliegerhorst Erding ist kein Schaulaufen zum Selbstzweck. Vielmehr will die Bundeswehr sich einen handfesten Überblick verschaffen, was aktuell auf dem Markt taugt und schon jetzt ausgeliefert werden könnte. Voraussetzungen? Systeme müssen nachweislich mindestens als Nullserie (TRL 8) existieren, idealerweise als produktiv erprobte Lösung (TRL 9). Interessenten sind aufgefordert, sich bis 9. April 2026 zu melden, Details regelt ein spezielles Anmeldeformular (Link im Originaltext). Heikel, aber ausdrücklich erwähnt: Wer nicht mitmacht, zieht keinen Nachteil im späteren Vergabeverfahren. Und: Reise- oder Demonstrationskosten bleiben bei den Teilnehmern – Kostenübernahme durch die Bundeswehr ausgeschlossen. Weiterführende Infos, unter anderem zu den Drohnenklassen, gibt es online. Für Rückfragen steht das Pressezentrum des BAAINBw bereit.
Die Bundeswehr setzt zunehmend auf Systeme zur Drohnenabwehr, da unbemannte Flugobjekte eine wachsende Gefahr auf dem Gefechtsfeld darstellen. Ziel der Veranstaltung in Erding ist es, marktreife Lösungen kennenzulernen, die sofort verfügbar und operativ einsetzbar sind – wobei besonders auf Mobilität und Anpassungsfähigkeit im militärischen Kontext geachtet wird. Bundesweit besteht momentan ein erhöhter politischer und militärischer Fokus auf die Integration von KI-basierten Sensoren und automatisierten Interventionsmechanismen, was sich zum Beispiel in öffentlich bekannten Projekten wie 'Hocheffektiver Luftraumschutz' oder der Entwicklung von KI-Assistenzsystemen zur frühzeitigen Drohnenerkennung zeigt. Aktuelle Berichte weisen außerdem darauf hin, dass auch andere europäische Streitkräfte ihre Investitionen in flexible Drohnenabwehrsysteme massiv steigern und eng mit Technologiefirmen zusammenarbeiten, um die Zeit zwischen Entwicklung und Einsatz zu verkürzen.