Zahlreiche Medienberichte aus Pakistan sprechen von mindestens acht Todesopfern und etlichen Verletzten – die Rede ist von 18 Menschen, die medizinisch behandelt werden mussten. Von einer machtvollen Menschenmenge ist die Rede, die offenbar versuchte, ins Konsulatsgebäude vorzudringen. Die Polizei griff recht bald hart durch – es gab Berichte über Tränengas, Schüsse in die Menge und Schlagstockeinsätze. Es heißt, einige der Opfer seien durch die eigentliche Gewalteskalation gestorben, andere durch Panik in der Menschenmenge.
Der Hintergrund der Unruhen ist schnell erzählt, aber schwer zu fassen: Offenbar reagierten die Menschen in Karachi auf eine Nachricht, die vielen den Boden unter den Füßen wegzog – den US-israelischen Angriff auf Iran, bei dem der oberste Führer Ali Khamenei ums Leben kam. Solche Meldungen wirken im ohnehin angespannten Südwesten Asiens wie ein Funken im Pulverfass. Die Polizei vor Ort teilte inzwischen mit, man habe die Lage wieder im Griff, und die übrigen Demonstrierenden hätten sich zerstreut. Ein seltsamer Trost – das Entsetzen über die Gewalt bleibt.
Nach massiven Protesten vor dem amerikanischen Konsulat in Pakistans Wirtschaftsmetropole Karachi sind laut Berichten mindestens acht Menschen getötet worden, 18 weitere wurden verletzt. Die Eskalation wurde durch eine angebliche US-israelische Militäraktion gegen den Iran ausgelöst, bei der angeblich Ali Khamenei ums Leben gekommen sein soll – ein Ereignis, das nach aktuellen Medienrecherchen jedoch nicht bestätigt ist und möglicherweise auf Falschmeldungen beruht. International weckt der Vorfall erneut Sorgen über die fragile Sicherheitslage in Pakistan sowie die Anfälligkeit der Region für Gewalt infolge globaler Krisen wie dem atomaren Konflikt Iran-USA-Israel. Aus mehreren aktuellen Quellen geht außerdem hervor, dass es unter anderem zu landesweiten Solidaritätskundgebungen kam und staatliche Stellen in Pakistan ihre Sicherheitsvorkehrungen rund um westliche Einrichtungen weiter verstärkt haben.