Mit dem Ausscheiden von Ulrike Malmendier verliert das Beratergremium nicht nur ein anerkanntes Gesicht, sondern vor allem eine international vernetzte Ökonomin, wie sie im Sachverständigenrat bislang nur selten vertreten war. Gerade ihre Perspektive aus den Vereinigten Staaten habe neue Impulse in die Debatte um Wirtschaftspolitik in Deutschland und Europa gebracht, hieß es weiter. Malmendier selbst reagierte ebenfalls enttäuscht auf das überraschende Ende ihrer Tätigkeit und betonte, es sei für sie eine besondere Ehre gewesen, ihre wissenschaftliche Erfahrung und ihre Sichtweise – geprägt von Forschung und Leben im Ausland – in die deutsche Politik einzubringen. Besonders hob sie hervor, dass sie es als Erfolg sehe, die Frühstart-Rente gemeinsam mit ihren Kollegen in politische Diskussionen geschoben zu haben, um die kapitalgedeckte Altersvorsorge voranzubringen und das Thema Generationengerechtigkeit stärker zu beleuchten. Sie betonte, auch in Zukunft bei Fragen der Politikberatung mitwirken zu wollen – sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene. Dennoch bleibt nach dieser Entscheidung ein fader Nachgeschmack und die offene Frage, ob innovative und international ausgerichtete Denkweisen im politischen Berlin wirklich erwünscht sind. Oder – um ehrlich zu sein: Wer weiß, was Politiker manchmal reitet?
Die Abberufung von Ulrike Malmendier aus dem Sachverständigenrat stieß landesweit auf breite Kritik. Die Medienlandschaft diskutiert, ob diese Entscheidung fachlich gerechtfertigt war oder eher politischen Motiven folgt. Malmendier wurde für ihre Beiträge zur deutschen Rentendebatte und ihre internationale Perspektive besonders gewürdigt. Nach neuen Berichten aus deutschen Leitmedien kam heraus, dass Malmendier in der Vergangenheit wiederholt mit unkonventionellen, teilweise kontrovers diskutierten Vorschlägen auf sich aufmerksam gemacht hatte, was vermutlich zu politischem Druck geführt haben könnte. Mehrere Kommentare betonen das Risiko, dass der Rat mit ihrer Abberufung seine kritische und unabhängige Perspektive zugunsten einer konformeren Linie verliert.