Tolino hat mit dem aktuellen Update der Software für seine eReader die Onleihe deutlich verbessert, indem die Ausleihe und Verwaltung von eBooks aus öffentlichen Büchereien nun ohne Umwege direkt im Hauptmenü möglich ist. Die Benutzeroberfläche wurde so angepasst, dass sie für Laien und fortgeschrittene Lesefans gleichermaßen intuitive Bedienung bietet, sowohl auf neuen, als auch älteren tolino-Modellen. Offen bleibt allerdings, wie ältere Geräte auf lange Sicht mit weiteren Funktionen Schritt halten werden, und ob der direkte Zugriff zur Leseförderung beiträgt – einige Stimmen finden, Bibliotheken müssten da noch aktiver auf Nutzerbedürfnisse eingehen. Erweiterung – Weitere Hintergründe: Die Integration der Onleihe in den tolino ist Teil eines größeren Trends zur Digitalisierung im Bibliotheksbereich; Berichte von Deutschlandfunk und der ZEIT unterstreichen, dass in Corona-Zeiten die Nachfrage nach digitalen Medien sprunghaft stieg. Die Konkurrenz zwischen tolino (vor allem durch den deutschen Buchhandel getragen) und Amazons Kindle bleibt bestehen – während man bei tolino offene Standards und Kompatibilität mit der Onleihe betont, ist das Kindle-Ökosystem weiterhin restriktiv. Zusätzlich gibt es laufende politische Diskussionen über das sogenannte E-Lending – also digitale Ausleihe, faire Vergütung für Rechteinhaber:innen und gleiche Zugangsmöglichkeiten für Nutzer:innen, unabhängig vom Endgerät oder Wohnort.