Tolino erleichtert Online-Ausleihe: E-Books aus öffentlichen Bibliotheken jetzt direkter zugänglich

Ein frischer Wind weht durch die tolino-Geräte: Dank eines Software-Updates können Leser:innen ab sofort viel bequemer eBooks aus öffentlichen Bibliotheken auf ihr Gerät holen. Statt umständlichem Browser-Gehüpfe gibt’s jetzt einen eigenen Menüpunkt für die Onleihe – und zwar direkt im Hauptmenü moderner tolino eReader.

heute 10:05 Uhr | 3 mal gelesen

Eigentlich war das Ausleihen von digitalen Büchern über die Onleihe immer schon ein cleverer Weg, die öffentliche Bibliothek ins Wohnzimmer (oder eben auf den Balkon) zu holen – nur ein bisschen sperrig war es bisher eben schon. Mit dem Update vom 28. April wirkt das Ganze nun weniger wie ein Kompromiss und mehr wie eine richtige Lösung: Unter „Mehr“ taucht auf den neueren tolino-Geräten ein eigenständiger Onleihe-Menüpunkt auf, der nicht bloß weiterleitet, sondern eine angepasste Startseite bringt. Die Browserleiste ist damit passé, alles wirkt wie aus einem Guss. Wer noch ein älteres Modell sein Eigen nennt, hat weiterhin die Option, über den Browser an diese neue Startseite zu kommen – immerhin ein Fortschritt. Besonders clever: Bereits auf der Startseite kann man nach seiner Bibliothek suchen, einfach durch Ortsname oder direkte Eingabe, landet nach einem Klick bei der Anmeldung und kann nach erfolgreichem Login eBooks sofort ausleihen. Das dauert dann kaum länger als ein doppelter Espresso. Hinter den Kulissen werkeln die Tolino-Allianz und die divibib zusammen, um das Bibliothekserlebnis digital weiterzudenken. Ein Detail am Rande: Die divibib ist sozusagen das unsichtbare Rückgrat der Onleihe, sorgt seit Jahren dafür, dass Bibliotheken digitale Medien anbieten können und scheint – zum Glück der Leser:innen – weiterhin eine tragende Rolle zu spielen.

Tolino hat mit dem aktuellen Update der Software für seine eReader die Onleihe deutlich verbessert, indem die Ausleihe und Verwaltung von eBooks aus öffentlichen Büchereien nun ohne Umwege direkt im Hauptmenü möglich ist. Die Benutzeroberfläche wurde so angepasst, dass sie für Laien und fortgeschrittene Lesefans gleichermaßen intuitive Bedienung bietet, sowohl auf neuen, als auch älteren tolino-Modellen. Offen bleibt allerdings, wie ältere Geräte auf lange Sicht mit weiteren Funktionen Schritt halten werden, und ob der direkte Zugriff zur Leseförderung beiträgt – einige Stimmen finden, Bibliotheken müssten da noch aktiver auf Nutzerbedürfnisse eingehen. Erweiterung – Weitere Hintergründe: Die Integration der Onleihe in den tolino ist Teil eines größeren Trends zur Digitalisierung im Bibliotheksbereich; Berichte von Deutschlandfunk und der ZEIT unterstreichen, dass in Corona-Zeiten die Nachfrage nach digitalen Medien sprunghaft stieg. Die Konkurrenz zwischen tolino (vor allem durch den deutschen Buchhandel getragen) und Amazons Kindle bleibt bestehen – während man bei tolino offene Standards und Kompatibilität mit der Onleihe betont, ist das Kindle-Ökosystem weiterhin restriktiv. Zusätzlich gibt es laufende politische Diskussionen über das sogenannte E-Lending – also digitale Ausleihe, faire Vergütung für Rechteinhaber:innen und gleiche Zugangsmöglichkeiten für Nutzer:innen, unabhängig vom Endgerät oder Wohnort.

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