Transalpine Allianz für Medienkompetenz – Gemeinsame Absichtserklärung verabschiedet

München – Weniger Grenzen, mehr Zusammenarbeit: In den Räumen der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) trafen sich gestern Fachleute aus halb Europa zur ersten Transalpinen Medienkompetenztagung. Verantwortliche und Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol und Luxemburg eröffneten ihre Koffer voller Ideen zur Stärkung von Medienkompetenz – und schmiedeten zum Schluss ein gemeinsames Versprechen für die Zukunft.

heute 12:04 Uhr | 4 mal gelesen

Dr. Thorsten Schmiege, Präsident der BLM, brachte es gleich zu Beginn trocken auf den Punkt: So viel wie über Social-Media-Verbote gestritten wird, so sehr dürfe man das eigentliche Werkzeug – echte Medienkompetenz – nicht aus dem Blick verlieren. Nur sie macht es letztlich möglich, dass junge Menschen (und, um ehrlich zu sein, auch viele Erwachsene) Informationen kritisch sortieren und bewusster mit Medien umgehen. Die frisch unterzeichnete Erklärung ist mehr als Papier: Der Schulterschluss quer über die Grenzen hinweg soll helfen, Gutes schneller zu teilen und gemeinsam neue medienpädagogische Wege zu bestreiten. Über Länder- und Kantonsgrenzen hinweg signalisieren die Unterzeichnenden von ALIA (Luxemburg), BLM (Bayern), BAKOM (Schweiz), KommAustria (Österreich), LBK (Südtirol), LFK (Baden-Württemberg) und TLM (Thüringen) ihren Willen, Medienbildung fester in Gesellschaft und Bildung zu verankern. Praktisch? Die Tagung diente als Ideenschmiede: Vom Medienführerschein Bayern bis zu Schweizer Medienbildungs-Angeboten wurden längst erprobte Ansätze vorgestellt. Unperfekt, aber mit spürbarem Elan.

Die transalpine Medienkompetenztagung markiert einen ersten Meilenstein für einen stärker vernetzten deutschsprachigen Raum in Sachen Medienbildung. Angesichts wachsender Herausforderungen – etwa Desinformation oder Hass im Netz – setzen die beteiligten Institutionen auf gemeinsame Verantwortung und Praxisaustausch, um Medienkompetenz auf allen Ebenen zu fördern. Laut taz wurde auf der Tagung betont, dass vor allem Lehrkräfte und Jugendarbeit multiplikativ wirken: Wenn sie selbst medienkompetent agieren, profitieren unzählige Kinder und Jugendliche (Quelle: [TAZ](https://taz.de)). Die Süddeutsche berichtet, dass der jüngste Anstieg digitaler Desinformation neue, länderübergreifende Gegenstrategien erfordert und dass die Projekte künftig vermehrt auf soziale Netzwerke und KI-generierte Inhalte eingehen sollen (Quelle: [Süddeutsche](https://www.sueddeutsche.de)). Laut ZEIT diskutieren Politik und Medienwächter aktuell, wie praktische Medienbildung integraler Bestandteil von Lehrplänen werden kann und wie die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene weiter ausgebaut werden könnte (Quelle: [ZEIT](https://www.zeit.de)).

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