Trump beharrt auf Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus

Obwohl der Iran erklärt hat, seine Blockade der Straße von Hormus für eine gewisse Zeit aufzuheben, bleibt die US-Blockade iranischer Schiffe weiterhin bestehen – das stellt Donald Trump mit Nachdruck klar. Auf seiner privaten Social-Media-Seite betont er, dass der Transit zwar freigegeben ist, die Seeblockade der USA jedoch unberührt bleibt, bis Absprachen mit dem Iran vollständig umgesetzt sind. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf X getwittert, alle Handelsschiffe dürften während des aktuellen Waffenstillstands erneut passieren.

heute 16:11 Uhr | 2 mal gelesen

Trump scheint gerade keinen Millimeter von seinem Kurs abrücken zu wollen. Er bleibt bei der Sperrung iranischer Schiffe in der Straße von Hormus – auch wenn der Iran gerade Lockerungen signalisiert. Offenbar betrachtet Trump die Blockade als Druckmittel, solange die 'Transaktion' mit dem Iran – womit wohl politische Verhandlungen gemeint sind – nicht ganz abgeschlossen ist. Auch die Worte von Irans Außenminister klingen fast wie eine doppelte Botschaft: Ein Fenster für Handel und Durchfahrt wird geöffnet, aber eben nur für die Dauer des momentanen Ceasefire im Libanon. Anfang April, zur Überraschung vieler, hatte Araghtschi noch betont: Kein Friede mit den USA, solange Israel im Libanon Krieg führt. Das schafft natürlich ein ziemlich fragiles Gleichgewicht. Die Welt schaut zu, so sagten es beide Seiten. Wer als erster nachgibt, verliert in dieser politischen Pokerpartie vielleicht mehr als nur den ersten Einsatz.

Die Straße von Hormus ist derzeit wieder für Handelsschiffe offen, nachdem der Iran seine Blockade wegen eines kürzlichen Waffenstillstands im Libanon vorübergehend aufgehoben hat. Die USA – beziehungsweise Trump – pocht dennoch auf die Fortsetzung der Seeblockade gegen iranische Schiffe und verbindet das mit den laufenden Gesprächen, deren Abschluss offenbar offen ist. Laut Berichten aus mehreren Quellen ist die Situation weiterhin angespannt, auch weil sich der Konflikt zwischen den USA, dem Iran und regionalen Verbündeten wie Israel und dem Libanon in einem fragilen Zustand befindet, der jederzeit wieder eskalieren könnte. Aktuell findet ein zäher diplomatischer Balanceakt statt, in dem geopolitische Interessen, Handelswege und die Sicherheit der Region auf dem Spiel stehen. Zusätzlich wurde in einigen internationalen Medien thematisiert, dass die strategische Bedeutung der Straße von Hormus für die Ölversorgung weltweit ungebrochen hoch ist und jede militärische Aktion dort erhebliche wirtschaftliche Folgen hätte. Die Blockade – auch als Symbolhandlung – gehört daher zu den wirksamsten (und riskantesten) Instrumenten im politischen Machtpoker der beteiligten Akteure.

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