Mit fast schon kämpferischer Entschlossenheit wandte sich Trump direkt an das Volk Irans: Wer im Militär, den Revolutionsgarden oder bei der Polizei tätig ist, solle möglichst sofort die Waffen niederlegen – andernfalls, so seine eindringliche Warnung, bedrohe sie das Todesurteil. Im Gegenzug versprach er weitreichende Immunität, falls die Kräfte sich der „Revolution des eigenen Volkes“ nicht in den Weg stellten. Immer mal wieder unterstrich Trump, wie massiv die USA nun an der Seite der Iraner stünden, und dass Washington mit aller Macht gegen das Regime vorgehen werde. Irans Bevölkerung solle vielmehr endlich selbst zur Oberfläche durchbrechen und „die Sterne greifen“, statt sich weiter bevormunden zu lassen. Die US-Militärschläge, wie Trump betonte, dienten nicht allein den Amerikanern, sondern auch der Sicherheit der Region – und sollten Irans Missbrauch von Raketen und Marine ein für alle Mal stoppen. Einzelne Sätze ließ der Ex-Präsident wie beiläufig fallen, besonders aber, dass ein atomar bewaffneter Iran niemals Realität werden dürfe. Währenddessen verschärft sich die Lage spürbar: Israel berichtet von Raketenbeschuss aus dem Iran; Menschen flüchten hastig in Schutzräume. Man fragt sich: Gerät die Welt wieder einmal aus den Fugen?
Trumps jüngste Ansprache schlägt international kräftige Wellen und spaltet die Meinungen. Einige Stimmen warnen, dass derartige Aufrufe an die iranische Bevölkerung längst vergessene Muster des Regime-Change aus der Vergangenheit bedienen und fatale Folgen haben könnten; Unsicherheiten über den tatsächlichen Kurs der US-Regierung bleiben bestehen. Aktuell berichten viele Agenturen über die Eskalation zwischen dem Iran und Israel – mit Warnungen vor einer weiteren Destabilisierung des Nahen Ostens und wachsender Sorge um einen größeren Flächenbrand. Die israelische Armeeführung bereitet sich laut verschiedenen Medien intensiv auf weitere iranische Angriffe vor und betrachtet Trumps Worte mit Skepsis. Interessant ist am Rande, dass viele Experten im politischen Spektrum mahnen, die komplexen Kräfteverhältnisse im Iran seien nicht so einfach mit westlichen Parolen zu beeinflussen.