Vergeltung aus Teheran: Raketenregen auf Israel nach Militärschlägen

Als Reaktion auf Angriffe von Israel und den USA hat Iran mehrere Raketen und Drohnen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Revolutionsgarden sprechen von einer längst fälligen Antwort auf die Waffeneskapaden ihrer Widersacher.

heute 10:04 Uhr | 3 mal gelesen

In Israel Sirenengeheul und hektische Hektik: Die Luftabwehrtruppen des Landes meldeten umgehend Aktivität, kaum dass die ersten Flugkörper Richtung Himmel stiegen. Von Explosionen im Herzen Teherans berichten lokale Quellen, unterlegt mit den chaotischen Szenen fliehender Menschen – Angst schwappt wie eine plötzliche Welle durch die Stadt. Auch in Isfahan soll es gekracht haben, jener Stadt, die erneut wegen ihres Atomzentrums in den Fokus gerät; der Ort war in der Vergangenheit schon Ziel widersprüchlicher Berichterstattung. Gerüchte, Meinungen und offizielle Statements prallen beinahe stündlich aufeinander. Während Israels Verteidigungsminister Israel Katz den Angriff auf iranische Ziele als 'präventiv' rechtfertigte, schlugen die Worte aus dem Weißen Haus einen deutlich härteren Ton an: Ex-Präsident Donald Trump drohte offen mit entschiedener Militärgewalt und hob hervor, man werde Teheran niemals zur Atommacht werden lassen. Ehrlicherweise: Ob diese Eskalation punktuell bleibt oder sich auswächst, kann im Moment niemand sagen.

Die Kettenreaktion von Angriffen und Gegenangriffen zwischen Iran, Israel und den USA sorgt weiter für Nervosität im Nahen Osten. Am 13. April 2024 startete Iran erstmals direkt mehrere Drohnen- und Raketenangriffe gegen Israel. Dem vorausgegangen war ein mutmaßlich israelischer Luftschlag auf ein iranisches Konsulatsgebäude in Syrien am 1. April, bei dem iranische Generäle getötet wurden. Laut neuesten Medienrecherchen (Stand 15. April 2024) konnte Israels Iron Dome weite Teile der Angriffe abwehren; dennoch gab es Verletzte und materielle Schäden. In Iran häufen sich Stimmen, die einen weiteren Gegenschlag fordern, während internationale Vermittler im Hintergrund hektisch deeskalieren wollen. Die Region steht, ein bisschen wie auf Messers Schneide, im Bann der nächsten Nachricht.

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