Uli Hoeneß, der ehemalige Bayern-Macher, überlässt selbst im Lebensmittelgeschäft wenig dem Zufall und inspiziert regelmäßig die Supermärkte, um die Auslage und Mischung der Würste seines Unternehmens zu kontrollieren. Diese ungewöhnlich persönliche Kontrolle hat zur Folge, dass die Kartonmischungen und damit die Bestellabläufe regelmäßig angepasst werden – eine Strategie, die direkt aus dem Führungshandbuch der Wirtschaft stammt, aber zugleich zeigt, wie wichtig Hoeneß Kundennähe und Detailversessenheit sind. Interessanterweise stehen solche Store-Checks auch symbolisch für einen Generationenwechsel, da sein Sohn inzwischen die operative Verantwortung trägt, während Uli die große Linie vorgibt. Außerdem könnte man sich fragen, ob solche Einzelmaßnahmen in einer Zeit von Digitalmonitoring und KI-gestützter Lieferkette tatsächlich noch relevant sind – andererseits zeigen Berichte aus der Branche, dass „Augenmaß“ nach wie vor Gold wert ist. In den letzten Tagen berichteten verschiedene deutsche Medien auch von aktuellen Umbrüchen im Einzelhandel und Lieferkettenstörungen, die Unternehmen wie das von Hoeneß vor Herausforderungen stellen, etwa wegen geänderter Einkaufsgewohnheiten, Inflation und gestörter Logistik. Trotz moderner Warenwirtschaft bleibt die Nachfrage vor allem bei etablierten Marken erstaunlich stabil, während kleinere Produzenten häufiger ins Straucheln geraten.