Nach Jens Spahns Rücktritt bleibt die Unionsfraktion unter kommissarischer Führung von Alexander Hoffmann ruhig. Laut Hoffmann besteht keine Notwendigkeit, sofort einen neuen Vorsitzenden zu benennen; die Parteiführungen von CDU und CSU wollen das Verfahren abgestimmt und mit Bedacht angehen. Trotz des Wechsels an der Spitze sieht sich die Union in der Lage, ihre politischen Vorhaben, insbesondere diverse Reformpakete, ohne Zeitverlust weiterzuverfolgen. In den letzten 48 Stunden ist die Debatte um die künftige Ausrichtung der Unionsfraktion besonders intensiv geführt worden. Die Süddeutsche Zeitung hebt hervor, dass neben der Personalsuche auch grundlegende Fragen zur Identität der Union im Raum stehen (www.sueddeutsche.de). Aus Sicht von 'Die Zeit' gibt es Anzeichen dafür, dass sich Flügelkämpfe hinter den Kulissen verschärfen könnten (www.zeit.de). Währenddessen fragt die FAZ, ob der Führungswechsel eine Chance für grundlegende inhaltliche Neuausrichtungen bieten könnte und verweist auf mögliche Kandidaten für den Chefposten (www.faz.net).
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