Die Verantwortung, Vorschläge für die Nachfolge zu machen, liegt nun gemeinschaftlich bei Merz und Söder. 'Das genaue Prozedere wie auch der zeitliche Ablauf werden nun gemeinsam mit den wichtigsten Parteigremien besprochen', ließ Merz verlauten. Personelle Festlegungen gebe es bislang offiziell nicht, auch wenn laut Spiegel Thorsten Frei, derzeit Kanzleramtsminister, als aussichtsreicher Anwärter auf den Fraktionsvorsitz gilt – ein Amt, das er insiders zufolge der Regierungsarbeit durchaus vorziehen würde. Innerhalb der Partei geht das Gerücht um, Merz habe Spahn aktiv zum Rückzug bewegt, nachdem die Leihmutterschaftsdebatte starke innerparteiliche Turbulenzen ausgelöst hatte. Am Freitagabend telefonierten zahlreiche CDU-Größen, darunter auch wichtige Ministerpräsidenten und Landesvorsitzende. Das Stimmungsbild fiel dabei offenbar eindeutig gegen Spahn aus, so ein Insider gegenüber dem Magazin. Neben Thorsten Frei tauchen auch Günter Krings und Alexander Dobrindt immer wieder auf den inoffiziellen Listen potentieller Kandidaten auf – wobei sich bisher kein klarer Favorit abzeichnet. Bemerkenswert daran ist vielleicht, wie rasch sich so manche Personaldebatte drehen kann: Vor wenigen Tagen schien alles noch stabil, nun wirkt es, als würde die CDU-fraktionäre Spitze im Stundentakt neu gemischt. Solche Entwicklungen behalten manchmal eine eigene, ja beinahe schicksalhafte Dynamik.
Führungskrise bei der CDU: Nach dem Rücktritt von Jens Spahn drängen Friedrich Merz und Markus Söder auf zügige Klärung der Nachfolge an der Spitze der Unionsfraktion. Zu den Kandidaten zählen laut verschiedenen Medienberichten Thorsten Frei, Günter Krings und Alexander Dobrindt, wobei Frei intern die größte Unterstützung zu genießen scheint. Zeitgleich sorgt die Leihmutter-Kontroverse weiterhin für Unruhe, was den Reformdruck auf die Parteispitze verstärkt. In aktuellen Online-Artikeln ergänzend: Die Süddeutsche berichtet, dass Merz ausdrücklich eine 'saubere und geordnete Übergabe' betonte und in der Fraktion Beruhigung anmahnte. Bei der Zeit heißt es, die veränderte Kommunikation innerhalb der Union werde von einigen als Zeichen schwindender Geschlossenheit gewertet. Die FAZ analysiert, dass der Umgang mit Spahns Rücktritt als Präzedenzfall für künftige Machtverschiebungen innerhalb der Partei gewertet werden könnte.