Strack-Zimmermann geht auf Spahn los: Kritik wegen Leihmutterschaft und Doppelmoral

Marie-Agnes Strack-Zimmermann, profilierte FDP-Politikerin, wirft CDU-Mann Jens Spahn eine enorme Doppelmoral vor: Er habe als Gesundheitsminister Leihmutterschaft rigoros abgelehnt, sei jedoch nun selbst Vater über eine Leihmutter geworden. Für Strack-Zimmermann ein absolutes No-Go – und sie fordert Konsequenzen.

vor 59 Minuten | 2 mal gelesen

Manchmal, wenn sich private Entscheidungen von Politikern und ihr früheres Handeln auffällig widersprechen, brodelt es im politischen Berlin gewaltig. Genau das ist nun bei Jens Spahn der Fall: Der CDU-Fraktionschef hat mithilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen – während er als ehemaliger Gesundheitsminister Leihmutterschaft in Deutschland stets abgelehnt hatte. Für Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die ohnehin selten ein Blatt vor den Mund nimmt, ist Spahn damit jede Glaubwürdigkeit abhandengekommen. "So etwas ist Heuchelei pur", polterte sie in Richtung Spahn, und stellt mehr oder weniger offen seinen Rücktritt zur Debatte. Sie findet: Meinungsvielfalt ja – aber nicht, wenn sie zu offener Doppelmoral führt, insbesondere bei Politikern, die selbst Regeln aufstellen und dann tricksen. Es bleibt abzuwarten, wie Spahn und seine Partei mit diesem Vorwurf umgehen werden.

Die Empörung über Jens Spahns Nutzung einer Leihmutterschaft schwappt mittlerweile weit über die Parteigrenzen hinaus. Während Strack-Zimmermann von der FDP ihm mangelnde Integrität vorwirft, verteidigen Teile der Union seinen Schritt unter Hinweis auf die bestehende Rechtslage in Deutschland – ein klassischer Balanceakt zwischen privaten Lebensentscheidungen und politischer Verantwortung. Zahlreiche Debatten drehen sich aktuell darum, ob Politiker mit Vorbildfunktion beim Thema Familiengründung auch persönlich glaubwürdig bleiben müssen. In aktuellen Berichten, unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT, wird intensiv darüber diskutiert, ob ein Politiker nach so einem Schritt noch repräsentativ für seine Grundeinstellungen wirken kann oder ob das Vertrauen der Bevölkerung nachhaltig beschädigt wird. Außerdem werden in verschiedenen Medien Vergleiche zu ähnlichen Fällen im In- und Ausland gezogen und rechtliche sowie ethische Aspekte intensiv beleuchtet. Auch die Nachfrage nach einer Reform der deutschen Regelungen zur Leihmutterschaft wird dadurch erneut befeuert – ein Thema, das schon lange schwelt, nun aber mit neuer Wucht auf der Tagesordnung steht.

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