US-Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote fällt im Juni auf 4,2 Prozent

Im Juni ist die US-Arbeitslosenquote minimal auf 4,2 Prozent gesunken – ein kleiner, aber signifikanter Rückgang gegenüber dem Vormonat.

heute 14:43 Uhr | 1 mal gelesen

Wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag verlautbarte, ist die Zahl der Erwerbssuchenden in den Vereinigten Staaten zwischen Mai und Juni um etwa 200.000 Personen auf nun rund 7,1 Millionen gefallen. Parallel dazu meldeten die Unternehmen einen Beschäftigungszuwachs von 57.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft – wobei vor allem im Gesundheitssektor, bei sozialen Diensten und Unternehmensberatungen zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Das Bild ist allerdings nicht einheitlich; im Gastro- und Freizeitbereich gab es erneut Jobverluste. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt übrigens leicht, von zwei auf 1,9 Millionen. Investoren schauen auf diese Zahlen mit gespitzten Ohren: Fallen die Jobs stabil und läuft die Inflation weiter heiß, sinken die Hoffnungen auf Zinssenkungen. Gerade an den Aktienmärkten ist das ein Dauerthema, denn teure Kredite und vergleichsweise unattraktive Sparprodukte haben allerlei Nebenwirkungen.

Die aktuelle Entwicklung am US-Arbeitsmarkt signalisiert eine anhaltende Stärke, trotz der Herausforderungen in bestimmten Branchen. Interessant dabei ist, dass insbesondere der Dienstleistungs- und Gesundheitssektor zugelegt hat, während im Freizeitgewerbe – möglicherweise auch saisonbedingt – Arbeitsplätze verloren gingen. Internationale Beobachter verfolgen die amerikanischen Arbeitsmarktdaten vor dem Hintergrund möglicher geldpolitischer Weichenstellungen besonders penibel: Jede Abweichung von den Erwartungen kann globale Märkte beeinflussen. Laut aktuellen Analysen bleibt der US-Arbeitsmarkt ein wichtiger Faktor für Zinserwartungen, Inflationsdruck und Wirtschaftswachstum. Ergänzend ist zu erwähnen, dass die US-Notenbank zuletzt betonte, ihre geldpolitischen Entscheidungen noch stärker an Arbeitsmarktdaten auszurichten und vor einer Überhitzung der Wirtschaft zu warnen. Spürbar wird zudem, dass Unsicherheiten wie geopolitische Spannungen oder die Nachwirkungen der Pandemie immer noch Schatten werfen – etwa wenn es um die Rückkehr von Frauen in den Arbeitsmarkt oder den Mangel an qualifizierten Fachkräften geht.

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