US-Börse schwankend – Öl verliert an Boden

Die amerikanischen Aktienmärkte präsentierten sich zur Wochenmitte mit durchwachsenen Vorzeichen.

07.01.26 22:24 Uhr | 14 mal gelesen

Der Handelstag in New York endete für den Dow mit 48.996 Punkten – das ist ein Rückgang von etwa 0,9 Prozent. Ganz anders das Bild beim Nasdaq 100, der knapp im Plus lag, während der S&P 500 moderate Verluste hinnehmen musste. Unter der Oberfläche brodelte es: Frisch veröffentlichte Zahlen der ADP – das ist dieser Dienstleister, der Runde für Runde Beschäftigungsdaten an die Wand wirft – deuteten auf eine gewisse Stabilität am US-Arbeitsmarkt hin. Eigentlich eine gute Nachricht! Doch paradoxerweise verpasste genau dieser Umstand den Optimisten am Parkett einen Dämpfer: Je robuster der Jobmarkt, desto weniger Handlungsdruck für die Fed, die Zinsen zu senken. Die Anleger wiederum hatten wohl gehofft, dass die Zinsen bald purzeln. Zwischendrin hat sich auch der Euro am Mittwoch sachte nach unten bewegt. Der ebenfalls etwas schwächere Goldpreis gab einen kleinen Teil seiner glänzenden Performance der letzten Wochen ab. Überraschend war aber vor allem der Ölpreisrutsch: Gegen 22 Uhr kostete ein Barrel Brent-Öl 60,26 Dollar – um 44 Cent billiger als noch am Vortag. Kleine Beobachtung am Rande: Solche winzigen Verschiebungen können in den Köpfen der Händler manchmal größere Wellen schlagen, als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Der Mittwochabend brachte an der Wall Street ein uneinheitliches Bild: Während der Dow Jones deutlich verlor, konnten die Technologietitel um den Nasdaq leicht zulegen. Ausschlaggebend waren insbesondere neue Arbeitsmarktdaten, die laut ADP auf eine Stabilisierung in den USA hindeuten, und damit die Aussicht auf schnelle Zinssenkungen dämpfen. Der Euro zeigte sich zum Dollar schwächer, während sowohl Gold- als auch Ölpreise nachgaben – diese Entwicklung reflektiert die nervöse Stimmung der Investoren angesichts widersprüchlicher Konjunktursignale und Unsicherheit über das Vorgehen der US-Notenbank. Zudem vermeldeten verschiedene Wirtschaftsressorts, dass die Inflationsraten in den USA zuletzt weniger stark gestiegen sind als zuvor, auch wenn die allgemeinen Konjunkturerwartungen gedämpft bleiben. Einige Kommentatoren machen auf wachsende geopolitische Unsicherheiten aufmerksam, die sich im Handel bemerkbar machen – etwa durch die anhaltenden Konflikte in Osteuropa und im Nahen Osten, die wiederum Preise für Rohstoffe wie Öl direkt beeinflussen. Auch die künftige Entwicklung des Euro bleibt in dieser Gemengelage schwer vorherzusehen.

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