Trumps Forderung nach einer massiven Erhöhung des Militärbudgets signalisiert nicht nur eine Rückkehr zu einer politikbestimmenden Rolle starker Verteidigungsausgaben, sondern wirft auch Fragen zum Umgang mit Staatseinnahmen und Handelspolitik auf. Die geplanten 1,5 Billionen Dollar wären nahezu das Zweieinhalbfache der Ausgaben vor einem Jahrzehnt und würden mit Abstand alle bisherigen Rekorde der US-Militärfinanzierung sprengen. Während Trump die Finanzierung über höhere Zolleinnahmen begründet, geben Wirtschaftsexperten und Gegner zu bedenken, dass derartige Maßnahmen protektionistische Folgen und mögliche Rückschläge für den internationalen Handel nach sich ziehen könnten. Die Debatte in den USA nimmt vor dem Wahljahr 2024 deutlich an Schärfe zu – viele Beobachter verweisen auf innenpolitische Prioritäten, die durch eine solche Budgetverschiebung ins Hintertreffen geraten könnten. Zudem ist derzeit offen, wie realistisch die von Trump angeführten Zolleinnahmen tatsächlich sind, gerade angesichts globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten.
07.01.26 22:24 Uhr