Trump plant drastische Aufstockung des US-Militärhaushalts auf 1,5 Billionen Dollar

Donald Trump strebt im Falle eines Wahlsiegs eine gewaltige Steigerung des amerikanischen Verteidigungsetats für das Jahr 2027 an – eine Summe, die frühere Maßstäbe sprengt.

07.01.26 23:22 Uhr | 18 mal gelesen

Auf seiner eigenen Social-Media-Plattform gab Trump diese Woche bekannt, nach langem Geschacher – so könnte man es mit etwas Alltagssprache nennen – zwischen Senatoren, Abgeordneten, Ministern und allerlei politischem Personal, einen Entschluss gefasst zu haben: Das Militärbudget für 2027 soll nach seinem Willen nicht wie ursprünglich gedacht bei einer Billion Dollar stehen bleiben. Nein, er setzt noch einen drauf und fordert 1,5 Billionen. Das sei machbar, so Trump, und zwar wegen der Zusatzeinnahmen durch Zölle, die dem Land vermeintlich in die Taschen fließen würden – eine Rechnung, die man sich wirklich mal überlegen müsste. In seinen Worten bedeutet der geplante Sprung eine nie dagewesene militärische Stärke. Zur Erinnerung: Noch 2016 beliefen sich die amerikanischen Verteidigungsausgaben auf etwa 640 Milliarden Dollar; 2024 lag der Haushalt schon nahe an der Billionen-Grenze. Trumps neue Ansage: Das Limit ist offenbar nur die eigene Vorstellungskraft – oder wahlweise das politische Selbstbewusstsein.

Trumps Forderung nach einer massiven Erhöhung des Militärbudgets signalisiert nicht nur eine Rückkehr zu einer politikbestimmenden Rolle starker Verteidigungsausgaben, sondern wirft auch Fragen zum Umgang mit Staatseinnahmen und Handelspolitik auf. Die geplanten 1,5 Billionen Dollar wären nahezu das Zweieinhalbfache der Ausgaben vor einem Jahrzehnt und würden mit Abstand alle bisherigen Rekorde der US-Militärfinanzierung sprengen. Während Trump die Finanzierung über höhere Zolleinnahmen begründet, geben Wirtschaftsexperten und Gegner zu bedenken, dass derartige Maßnahmen protektionistische Folgen und mögliche Rückschläge für den internationalen Handel nach sich ziehen könnten. Die Debatte in den USA nimmt vor dem Wahljahr 2024 deutlich an Schärfe zu – viele Beobachter verweisen auf innenpolitische Prioritäten, die durch eine solche Budgetverschiebung ins Hintertreffen geraten könnten. Zudem ist derzeit offen, wie realistisch die von Trump angeführten Zolleinnahmen tatsächlich sind, gerade angesichts globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten.

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