Trump kündigt angebliches Ölgeschäft mit Venezuela an

Donald Trump verkündet überraschend einen vermeintlichen Öl-Deal mit Venezuela – und zeichnet dabei das Bild engerer Wirtschaftsverbindungen.

07.01.26 23:49 Uhr | 18 mal gelesen

Kaum hatte ich es gelesen, tauchte es schon überall auf: Trump verkündet, Venezuela habe ein neues Abkommen mit den USA geschlossen. Was genau da wirklich vereinbart wurde? Naja, auf seiner Plattform Truth Social sprach Trump davon, dass Venezuela künftig mit den Erlösen aus diesem Ölabkommen ausschließlich US-Produkte kaufen werde – von Agrarerzeugnissen über Pharmazeutika bis zu Technik fürs Energie- und Stromnetz. Das klang erstmal wie ein PR-Coup, der gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen soll: dem US-Markt neue Absatzmöglichkeiten schaffen und Venezuela näher an Washington heranrücken. Trump findet das natürlich großartig, schließlich geht beides „zugunsten der amerikanischen und venezolanischen Bevölkerung“. Doch der Kontext ist brisant: Erst letzten Samstag wurden militärische Ziele in Venezuela von US-Einheiten angegriffen. Präsident Maduro – ohnehin international umstritten – wurde festgesetzt und nach New York gebracht. Dort steht er jetzt wegen angeblichen Drogenhandels vor Gericht. Ehrlich gesagt: So eine Mischung aus Wirtschaftspakt und Regime-Change wirkt beinahe surreal. Man könnte darüber nachdenken, ob Deals dieser Art jemals wirklich freiwillig zustande kommen oder bloß als Folge brutaler Machtpolitik.

Trump behauptet, die USA hätten Venezuela zu einem neuen Öl-Deal bewegt, bei dem Erlöse aus venezolanischem Öl ausschließlich zum Kauf amerikanischer Güter verwendet werden sollen. Dieses Abkommen, so heißt es, umfasse vor allem Lebensmittel, Medikamente und technische Ausrüstung zur Modernisierung der venezolanischen Infrastruktur. Parallel dazu hatte es wenige Tage zuvor einen spektakulären Militäreinsatz gegeben, bei dem Venezuelas Präsident Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht wurde, wo ihm nun schwerwiegende Vergehen wie Drogenhandel vorgeworfen werden. Offen ist, wie Venezuela und Lateinamerika darauf reagieren – die US-Strategie mischt wirtschaftliche mit geopolitischen Interessen. Nach neuesten Recherchen zeigt sich, dass sowohl die Lage im Land als auch die diplomatische Großwetterlage höchst fragil bleiben. Die Ankündigungen sorgen international für Misstrauen und werfen Fragen nach der Rechtmäßigkeit und den langfristigen Folgen dieses Vorgehens auf.

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