ABDA-Chef sieht positives Signal: Koalition plant Anpassung des Apothekenhonorars
Berlin – Im Bundestag wurde heute erstmals das geplante Gesetz zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung debattiert. Thomas Preis, Präsident der ABDA, kommentiert: "Die Apothekenreform ist endlich Thema im Parlament. Es ist höchste Zeit – seit über einem Jahrzehnt stagniert das Apothekenhonorar, beinahe täglich schließt eine weitere Apotheke. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das längere Wege und mehr Aufwand. Die Ankündigung der Regierungsparteien, alle Apotheken wirtschaftlich stärken zu wollen, ist logisch und dringend notwendig."
heute 20:00 Uhr | 4 mal gelesen
Die jüngsten Aussagen von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Regierungskoalition, das Apothekenhonorar zeitnah durch eine Verordnung zu erhöhen, bekommen von ABDA-Präsident Preis Aufwind: „Bisher blieben die Versprechungen zur Apothekenstärkung leere Worte – daher ist unser Plan, in nächster Zeit verstärkt zu protestieren, nicht vom Tisch. Dass Ministerin Warken und führende Politiker der Fraktionen heute im Bundestag explizit eine Anpassung des Fixhonorars in Aussicht gestellt haben, werten wir als klares Bekenntnis. Unsere Proteste sollen der Regierung in diesem Prozess den Rücken stärken und zeigen, dass wir es ernst meinen.“ Mehr dazu findet sich unter www.abda.de. Für die Presse: Ansprechpartner sind Benjamin Rohrer (030 40004-131, b.rohrer@abda.de) und Christian Splett (030 40004-137, c.splett@abda.de). Originalmeldung: ABDA Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände via news aktuell: http://ots.de/5eff72
Mit der heutigen Lesung des Gesetzentwurfs zur Apothekenversorgung rückt das Thema Apothekenhonorar erneut in den Fokus: Seit 13 Jahren liegen die Honorare der Apotheken in Deutschland auf Eis, was zur Schließung hunderter Betriebe und einer zunehmend schlechteren Versorgungslage führt. Die Ankündigung, das Fixhonorar über eine Verordnung zu erhöhen, wird von ABDA-Präsident Preis als echtes Signal bewertet – bisher hatte die Politik lediglich geredet, ohne konkrete Taten folgen zu lassen. Auch abseits der Debatte im Parlament wächst der öffentliche Druck auf die Bundesregierung, aktiv zu werden, denn strukturschwache Gegenden verlieren besonders oft ihre wohnortnahe Arzneimittelversorgung.
Aktuelle Zusatz-Recherche: In den letzten zwei Tagen wurde in mehreren Medien die prekäre Lage der Apotheken und die geplanten politischen Maßnahmen intensiv diskutiert. Viele Fachleute fordern von Spahn und Lauterbach Reformen, die über ein einfaches Plus beim Fixhonorar hinausgehen – etwa gezielte Förderungen für Landapotheken und Vereinfachungen im Bürokratiealltag. Zudem gibt es eine breite Debatte über die Rolle von Versandapotheken und die Notwendigkeit eines fairen, wettbewerbsfähigen Systems auch für kleine und unabhängige Betriebe vor Ort.