Das vergangene Geschäftsjahr war alles andere als einfach. Globale Konflikte, wankende Energiemärkte und schwache Winde haben der gesamten Branche zugesetzt – bei enercity führte das zu einem Umsatzrückgang auf 6,21 Milliarden Euro (2024 waren es noch 7,35 Mrd.), das EBITDA bewegt sich mit etwa 478 Millionen ebenfalls unter der Marke der beiden Vorjahre. Große Überraschung? Eher nicht: Nach den Sondereffekten der letzten Jahre war damit wohl zu rechnen. Was bleibt, ist ein stabiles Gesamtergebnis und der feste Wille, bei Veränderungen nicht nur zuzusehen, sondern sie aktiv zu gestalten.
Geschäftsführerin Aurélie Alemany formuliert das so: 'Wir wollen weiter als Schrittmacher in Sachen Energiereform auftreten, für Industrie und Haushalte.' Mit fast 60% erneuerbaren Stromquellen (2025 waren es 2.305 Gigawattstunden!) und Investitionen in Höhe von 653 Millionen Euro – hauptsächlich für grüne Anlagen, Netzausbau und Digitalisierung – verleihen die Hannoveraner ihrem Ziel Nachdruck. Der neue Windpark Esperke, über 10 km zusätzliche Fernwärmetrassen und innovative Ladepunktprojekte für E-Autos (mittlerweile über 1.000 öffentliche Ladepunkte in Hannover, weitere Hunderte in Hamburg und Bremen) sind Beweise dafür, dass hier nicht nur geredet, sondern gehandelt wird.
Bemerkenswert: Kein anderer kommunaler Energieversorger digitalisiert derart beherzt. Mit einem vollständigen digitalen Zwilling des Niederspannungsnetzes schafft enercity neue Standards in der Netzführung und erhöht die Versorgungssicherheit – praktisch ein digitaler Taktgeber zur urbanen Energiewende. Apropos Wandel, auch „von innen“ passiert viel: Mit mehr als 4.000 Mitarbeitenden, neuen Qualifizierungsangeboten und flexibleren Jobmodellen hält das Unternehmen Kurs auf die Zukunft und setzt Mut zur Veränderung über alle Bereiche.
Und die Finanzierung? Die Basis stimmt. Das Eigenkapital ist weiter gewachsen, ein neuartiger Konzernkredit mit der Landeshauptstadt Hannover gibt zusätzliche Sicherheit. Das Ziel bleibt: Massive Investitionen in die grüne Wärme- und Stromzukunft (rund 3,5 Mrd. Euro bis 2040/35 sind anvisiert). Auf der Agenda für 2026 stehen noch cleverere Energiedienstleistungen (z.B. smarte Energiemanager für private Haushalte), mehr Digitalisierung und das weitere Vorantreiben der Transformation – aber das eben nicht im luftleeren Raum, sondern politisch fest verankert. Schließlich, das haben die letzten Jahre gezeigt, braucht die grüne Wende einen klaren politischen Kompass – sonst bleibt sie stecken.
enercity behauptet sich 2025 trotz schwieriger Lage mit gefestigten Zahlen, fokussiertem Ausbau der erneuerbaren Energien und massiven Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur. Die Transformation beeinflusst alle Unternehmensbereiche, vom erneuerten Wärmenetz über E-Mobilität bis zu smarter Netztechnik – und sorgt so für Fortschritt, auch wenn die Gewinne im Vergleich zu den Ausnahmejahren niedriger ausfallen. Ausblick: Der Weg Richtung energieeffizienter, digitalisierter und flexibler Versorgung setzt sich 2026 fort – vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen geben Planungssicherheit.
In aktuellen Medienberichten wird verstärkt auf die Relevanz von Resilienz und Digitalisierung für Energieunternehmen wie enercity hingewiesen. So betonen mehrere Quellen die Notwendigkeit regionaler Innovationskraft, um volatile Märkte und regulatorische Unsicherheiten zu meistern. Auch der gesellschaftliche Druck auf schnelle Transformation sei gestiegen – Wärme- und Stromwende gelten als Dreh- und Angelpunkt für künftige Wettbewerbsfähigkeit. Übergangsweise wird diskutiert, wie Förderprogramme und EU-Regulierung Investitionsbereitschaft stärken oder hemmen können. Bemerkenswert: Marktexperten gehen davon aus, dass mutige Investitionen in Digitalisierung und Flexibilisierung mittelfristig zu stabileren Preisen für Endkunden führen könnten, sofern die politischen Leitplanken konsistent und langfristig gesetzt werden.