Jan van Aken distanziert sich entschieden von generellen kulturellen und sportlichen Boykotten. Für ihn behalten Wissenschaft, Sport und Kultur ihre Relevanz als Kanäle für Verständigung selbst in angespannten politischen Lagen; dies gelte auch hinsichtlich einer russischen WM-Teilnahme, sofern rechtliche Verantwortlichkeiten gewahrt blieben. Auch bei Israel bevorzugt Van Aken gezielte Sanktionen vor pauschalen Boykotten, betrachtet jedoch Waren aus den besetzten Gebieten als schwierig und vermeidet deren Unterstützung nach Möglichkeit. Neuere Berichte unterstreichen, dass die Diskussion um die Rückkehr russischer Sportler und Teams in den internationalen Wettbewerb weiter an Fahrt gewinnt. Laut der DW beschäftigt Europas Fußballverbände vor allem die Frage, wie Sport von politischer Einflussnahme zu trennen ist, ohne Verantwortung zu verdrängen (Quelle: DW). Die 'FAZ' hebt zudem hervor, dass internationale Boykotte im Sportbereich selten zu nachhaltigen politischen Veränderungen führen, meist jedoch die Athleten selbst treffen (Quelle: FAZ). In einem taz-Kommentar wird außerdem betont, dass kulturelle Ausschlüsse häufig bestehende Gräben vertiefen und den Dialog eher erschweren als fördern (Quelle: taz).
07.01.26 23:49 Uhr