Der New Yorker Handel endete für den Dow Jones mit 48.978 Punkten, was einem Rückgang von rund 1,1 Prozent gegenüber dem Vortag entsprach. Kurz vor Handelsschluss notierte der S&P 500 mit ca. 6.879 Punkten um 0,4 Prozent schwächer, während der Technologie-Index Nasdaq 100 etwa 24.960 Punkte erreichte und damit um 0,3 Prozent nachgab. Inmitten der roten Zahlen lieferten einzig Netflix-Aktien ein ganz anderes Bild: Der Streaming-Riese sprang kräftig nach oben – offenbar, weil er nach dem Ausstieg aus dem Poker um Warner Bros. Discovery eine satte Ausgleichszahlung für eine gescheiterte Übernahme kassiert und sich so ohne große Risiken saniert. Während Paramount sich weiter um die Übernahme des gesamt Warner-Konzerns inklusive CNN bemüht, was im ohnehin stark konzentrierten US-Medienmarkt für Besorgnis sorgt (vor allem angesichts angeblicher Nähe der Firmenleitung zu Donald Trump), bleibt Netflix außen vor – und profitiert. Abseits des Börsenparketts gewann der Euro leicht an Wert und kostete am Abend 1,1816 $. Gold legte deutlich zu: Eine Unze wurde für 5.259 $ (+1,5 %) gehandelt. Auch Öl verteuerte sich erheblich – ein Barrel Brent lag mit 73,00 $ um über drei Prozent höher als am Vortag.
Am Freitag erlebten die großen US-Börsen einen deutlichen Rückschlag: Dow Jones und S&P 500 verloren spürbar an Wert, einzig Netflix glänzte inmitten des Abverkaufs mit einem kräftigen Kurssprung. Auslöser war die gescheiterte Fusion zwischen Warner Bros. Discovery und Netflix, wobei Letzterer eine dicke Entschädigung für den Ausstieg aus dem Bieterkampf bekommt. Hinter den Kulissen sorgen solche Machtverschiebungen im Medienbereich für Kritik, da der Einfluss weniger Konzerne – teils mit politischem Rückenwind – weiter wächst. Ergänzend dazu war in jüngsten Medienberichten und Marktanalysen oft von einer zunehmenden Unsicherheit im Technologiesektor die Rede, wobei insbesondere der KI-Hype an der Nasdaq deutlichere Spuren hinterlässt als etwa im traditionelleren Dow. Des Weiteren ist auffällig, dass geopolitische Spannungen und Inflationssorgen die Anleger seit Wochen umtreiben – Veränderungen bei Währungen, Rohstoff- und Energiemärkten inklusive. In aktuellen Diskussionen wird auch auf die steigende Marktkonzentration durch Medienfusionen und ihren Einfluss auf Informationsvielfalt hingewiesen.