US-Börsen mit kräftigen Kursverlusten – Öl verteuert sich spürbar

Donnerstagabend herrschte an den US-Börsen ordentlich Druck auf die Kurse – ausgerechnet der Ölpreis schoss derweil in die Höhe.

heute 21:29 Uhr | 2 mal gelesen

Ein Tag zum Durchschnaufen war das für Börsianer definitiv nicht: Der Dow Jones fiel zum Handelsschluss in New York auf 45.960 Punkte – satte 1 Prozent weniger als tags zuvor. Kurz davor sah es beim S&P 500 mit 6.477 Zählern (minus 1,7 Prozent) und dem Nasdaq 100 (23.587 Punkte, minus 2,4 Prozent) sogar noch düsterer aus. Auffällig: Google präsentierte zwar eine technische Neuerung (sie nennen das 'Turbo Quant'), die angeblich den Speicherhunger großer KI-Modelle zähmt – doch die Aktie der Alphabet-Mutter zuckte deswegen kaum. Vielleicht liegt es am Damoklesschwert internationaler Unsicherheiten, besonders wegen des Nahost-Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Wie so oft kurbelt das die Volatilität an. Wenig Bewegung gab es dafür bei der Währung: Der Euro notierte abends leicht schwächer bei 1,1545 US-Dollar, also eher unspektakulär. Dagegen erlebte Gold einen kräftigen Dämpfer, fiel um fast drei Prozent auf 4.390 Dollar je Feinunze, was umgerechnet etwa 122 Euro pro Gramm sind. Und während alles andere fiel, machte das Öl einen Satz: Brent-Öl verteuerte sich mit plus 5,1 Prozent und einem abendlichen Kurs von 107,40 Dollar pro Fass deutlich.

Die US-Börsen erlebten am Donnerstag einen deutlichen Rückgang, was vor allem auf geopolitische Unsicherheiten und Zurückhaltung der Anleger wegen des Nahost-Konflikts zurückzuführen ist. Innovative Nachrichten aus der Tech-Welt, wie Googles 'Turbo Quant', konnten die Stimmung nicht heben; im Gegenteil, die Furcht vor internationalen Eskalationen überschattet derzeit geschäftliche Erfolge. Daneben erlebt der Ölpreis Auftrieb, was teilweise mit Sorgen um Lieferengpässe infolge der angespannten Lage im Nahen Osten erklärt wird – laut aktuellen Berichten könnte bei einer weiteren Eskalation im Persischen Golf sogar noch deutlich mehr Bewegung auf den Energiemärkten folgen (Hinweis: Laut taz.de steigen die Preise an den Weltmärkten teils schon vorab, weil viele Händler auf worst case setzen). Auch der Euro zeigt sich schwankungsanfällig, während Gold momentan als Krisenwährung offenbar weniger nachgefragt wird, was Analysten verschiedentlich auf Gewinnmitnahmen nach vorausgegangenen Rekordständen zurückführen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich die Märkte beruhigen oder ob sich diese Entwicklungen zu einer längeren Talfahrt auswachsen.

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