US-Börsen verlieren an Schwung – Ölpreise steigen spürbar

Am Dienstag gaben die wichtigsten US-Aktienindizes nach. Besonders der Dow Jones schloss schwächer, aber auch S&P 500 und Nasdaq verloren leicht an Wert. Unterdessen legten die Ölpreise merklich zu.

13.01.26 22:28 Uhr | 3 mal gelesen

Der Dienstag in New York verlief für Anleger eher enttäuschend. Die Kurse an den US-Börsen glitten ins Minus, wobei der Dow Jones bei Börsenschluss 49.192 Punkte erreichte – das entspricht einem Rückgang um 0,8 Prozent gegenüber dem Vortag. Die anderen Indizes reihten sich in diesen Trend ein: Der S&P 500 notierte kurz vor Handelsschluss mit rund 6.964 Punkten ebenfalls um 0,2 Prozent tiefer, beim Nasdaq 100 stand ein gleichwertiges Minus zu Buche. Für viel Gesprächsstoff sorgte allerdings nicht nur der Markt selbst, sondern ein politischer Paukenschlag. Das US-Justizministerium hat Ermittlungen gegen den Chef der Notenbank, Jerome Powell, aufgenommen. Eine außergewöhnliche Entwicklung – so bezeichnete es Powell selbst. Er ordnete sie in eine Reihe mit dem jüngst intensivierten Druck auf die Federal Reserve durch die Regierung ein. Viele Zentralbanken weltweit, darunter auch die Europäische Zentralbank mit ihrer Präsidentin Christine Lagarde, positionierten sich prompt an Powells Seite. In ihrer Mitteilung unterstrichen sie die tragende Rolle unabhängiger Notenbanken für die wirtschaftliche Stabilität und betonten ihre Unterstützung für Powell persönlich. Auch am Devisen- und Rohstoffmarkt gab es Bewegung: Der Euro verlor zuletzt etwas an Boden und lag am späten Abend bei 1,1646 Dollar. Das Gold zeigte sich am gleichen Tag schwächer, pro Feinunze waren 4.586 Dollar fällig – ein kleiner Rückgang. Anders beim Öl: Der Preis für Brent-Rohöl sprang auf 65,42 Dollar pro Fass, satte 2,4 Prozent mehr als zum Vortag. Wenn ich genauer hinschaue, fällt auf, wie sprunghaft die Anleger derzeit auf politische Signale reagieren – und dass Unsicherheit an den Märkten teils unerwartet neue Prioritäten setzt.

Der Handelstag an den US-Börsen endete mit deutlichen Verlusten, insbesondere für den Dow Jones. Hintergrund für die Nervosität am Aktienmarkt ist unter anderem, dass das US-Justizministerium Untersuchungen gegen Notenbank-Präsident Jerome Powell angekündigt hat, was weltweit für Aufsehen sorgt. Die internationalen Zentralbanken, darunter die EZB, betonen angesichts der Ermittlungen die Wichtigkeit ihrer Unabhängigkeit – ein zentrales Thema, das die Stabilität der Finanzmärkte maßgeblich beeinflusst. Ergänzend berichten Medien wie die Süddeutsche Zeitung und die FAZ, dass die Aktienmärkte aktuell unter der unsicheren geldpolitischen Lage und dem politischen Druck auf Notenbanken leiden. Laut einem aktuellen Bericht von taz.de wird befürchtet, dass der Eingriff des Justizministeriums in die Notenbank-Autonomie das Vertrauen der Investoren auf Dauer untergräbt, was die Märkte noch stärker schwanken lassen könnte. Zudem sorgen geopolitische Spannungen und eine gesteigerte Nachfrage für den kräftigen Anstieg der Ölpreise.

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