Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann eine Art bizarres Zwischenspiel: dichter Rauch aus dem Rostocker Block, Pyrotechnik, das Spiel stand mehrere Minuten still. Hätten die Gastgeber gehofft, damit etwas Schwung umzuleiten, blieb das Ergebnis aus. Im Gegenteil: Stuttgart blieb cool, spielte weiter druckvoll, und Tiago Tomas brachte mit seinem Treffer unter die Latte in der 74. Minute endgültig Klarheit aufs Tableau. Pejcinovic krönte seinen Auftritt mit einem Dreierpack. 4:0 der Endstand – und am Ende war Rostock fast froh, dass der Schlusspfiff kam.
Die Begegnung zwischen Stuttgart und Rostock war etwas einseitig, aber so ist Fußball manchmal. Das Spiel wurde kurz durch Pyro unterbrochen – ein Moment, in dem Fußball und Fankultur beinahe augenzwinkernd zusammentreffen. Auffällig: Stuttgarts Hunger war spürbar, während Rostock nie so recht ins Spiel fand. Laut aktuellen Nachrichten wird der DFB Pokal dieses Jahr von hohem Zuschauerinteresse und einer bemerkenswerten Leidenschaft begleitet, vielleicht auch, weil der Wettbewerb immer wieder Kleine gegen Große stellt und dabei kuriose Geschichten schreibt. Die Diskussionen über Pyrotechnik reißen dabei nicht ab – denn nicht selten wurde in den letzten Tagen erneut Kritik an der in deutschen Stadien häufig erlebten Pyro-Praxis laut, zugleich wird von vielen Fans der Atmosphäre-Aspekt unterstrichen. Der Stuttgarter Trainer zeigte sich nach Abpfiff erfreut über die engagierte und konzentrierte Leistung seines Teams und kündigte an, im nächsten Spiel ähnlich offensiv auftreten zu wollen.