VfB Stuttgart lässt Hansa Rostock im DFB-Pokal keine Chance

Mit einem deutlichen 4:0-Erfolg beim FC Hansa Rostock zieht der VfB Stuttgart souverän in die nächste Runde des DFB-Pokals ein. Der Erstligist zeigte dabei früh, wo der Hammer hängt – Rostock kam kaum zu Luft.

21.08.26 22:59 Uhr | 2 mal gelesen

Von Anfang an ließ der VfB Stuttgart in Rostock keinen Zweifel daran, mit welchem Ziel sie angereist waren. Schon in der 18. Minute setzte Dzenan Pejcinovic ein Zeichen und umkurvte mehrere Rostocker wie Verkehrshütchen auf einem leeren Parkplatz, bevor er eiskalt zur Führung einschob. Es folgte ein typisches Pokal-Spiel: Ballbesitz, Kontrolle, und die Drittliga-Heimmannschaft wirkte über weite Strecken, als hätten sie das falsche Trikot angezogen. Pejcinovic nutzte einen Rostocker Patzer noch vor der Pause konsequent und erhöhte auf 2:0 – manch ein Zuschauer auf der Tribüne hätte da am liebsten schon das Pausenbier gegen etwas Hochprozentigeres getauscht.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann eine Art bizarres Zwischenspiel: dichter Rauch aus dem Rostocker Block, Pyrotechnik, das Spiel stand mehrere Minuten still. Hätten die Gastgeber gehofft, damit etwas Schwung umzuleiten, blieb das Ergebnis aus. Im Gegenteil: Stuttgart blieb cool, spielte weiter druckvoll, und Tiago Tomas brachte mit seinem Treffer unter die Latte in der 74. Minute endgültig Klarheit aufs Tableau. Pejcinovic krönte seinen Auftritt mit einem Dreierpack. 4:0 der Endstand – und am Ende war Rostock fast froh, dass der Schlusspfiff kam.

Die Begegnung zwischen Stuttgart und Rostock war etwas einseitig, aber so ist Fußball manchmal. Das Spiel wurde kurz durch Pyro unterbrochen – ein Moment, in dem Fußball und Fankultur beinahe augenzwinkernd zusammentreffen. Auffällig: Stuttgarts Hunger war spürbar, während Rostock nie so recht ins Spiel fand. Laut aktuellen Nachrichten wird der DFB Pokal dieses Jahr von hohem Zuschauerinteresse und einer bemerkenswerten Leidenschaft begleitet, vielleicht auch, weil der Wettbewerb immer wieder Kleine gegen Große stellt und dabei kuriose Geschichten schreibt. Die Diskussionen über Pyrotechnik reißen dabei nicht ab – denn nicht selten wurde in den letzten Tagen erneut Kritik an der in deutschen Stadien häufig erlebten Pyro-Praxis laut, zugleich wird von vielen Fans der Atmosphäre-Aspekt unterstrichen. Der Stuttgarter Trainer zeigte sich nach Abpfiff erfreut über die engagierte und konzentrierte Leistung seines Teams und kündigte an, im nächsten Spiel ähnlich offensiv auftreten zu wollen.

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