Wall Street im Wechselbad – Ölpreis klettert spürbar

Die New Yorker Aktienmärkte präsentierten sich am Montag kaum aus einem Guss – der Ölpreis machte hingegen einen markanten Satz nach oben.

27.04.26 22:23 Uhr | 3 mal gelesen

Ein Tag mit leichten Dellen und kleinen Höhenflügen an der Wall Street: Während der Dow Jones den Handel bei 49.168 Punkten abschloss und damit 0,1 Prozent eingebüßt hat, notierte der S&P 500 einige Minuten vor Börsenschluss noch knapp im Plus bei rund 7.174 Zählern. Die Technologiewerte im Nasdaq 100 schafften es ebenfalls, sich über Wasser zu halten – mit etwa 27.306 Punkten war immerhin ein Mini-Plus drin. Anlegerinnen und Anleger schielten nervös Richtung Nahost: Verhandlungen zwischen Washington und Teheran laufen schleppend, die wichtige Straße von Hormus bleibt blockiert. Das sorgt für Unruhe, nicht nur wegen der Rohstoffversorgung. Experten warnen: Sollte sich der Konflikt zuspitzen, sind deutlich höhere Ölpreise denkbar. Während aus dem Iran ein Vorschlag laut wurde, die Wasserstraße zu öffnen und Atomgespräche aufzuschieben, denkt Indonesien laut darüber nach, der Meerenge von Malakka eine Maut nach iranischem Muster zu verpassen – mit potenziell drastischen Folgen für fast die Hälfte des globalen Handels. Auch Euro, Gold und Öl bewegten sich: Am späten Montagabend notierte der Euro leicht fester bei 1,1721 Dollar. Gold gab nach (4.679 Dollar/Feinunze, -0,6 Prozent), während der Preis für ein Barrel Brent auf 108,10 Dollar sprang – satte 2,6 Prozent mehr als zuletzt. Kurios am Rande: Die Umrechnung ergibt 128,35 Euro pro Gramm Gold – keine runde Zahl, aber vielleicht sagt das auch schon genug über die aktuelle Marktlage.

An den US-Börsen dominierten zum Wochenstart Unsicherheit und Zurückhaltung. Die Sorge um anhaltende geopolitische Spannungen – insbesondere im Hinblick auf die Straße von Hormus und die festgefahrenen US-Iran-Gespräche – sorgte für eine eher launische Entwicklung der amerikanischen Börsenindizes, während Rohstoffe wie Öl deutlich zulegten. Laut aktuellen Berichten setzen politische Konflikte im Nahen Osten, aber auch mögliche neue Handelshemmnisse in Südostasien, die Märkte weltweit unter Druck. Ergänzend meldeten Marktbeobachter, dass das starke Ölpreisplus insbesondere auf Lieferängste zurückgeht: Sollte die Meerenge von Hormus länger blockiert bleiben oder weitere Transit-Routen wie die Straße von Malakka eingeschränkt werden, könnten sich globale Lieferketten weiter verkomplizieren. Indes zeigen die jüngsten Analysen, dass die Geldpolitik der US-Notenbank nach wie vor auf die Marktstimmung drückt. Insgesamt ist die Lage an den Finanzmärkten weiterhin fragil – kurzfristige Sprünge nach oben oder unten sind momentan alles andere als auszuschließen.

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