Kein Witz: Saudi-Arabien, das Land, in dem Öl fast aus den Bodenfontänen sprudelt, droht an einem noch älteren Rohstoff zu scheitern – Wasser. Die Pilgerstadt NEOM, einst als futuristisches Wunderwerk angekündigt, muss plötzlich Abstriche machen. Insbesondere THE LINE, dieses nicht enden wollende Band aus Glas und Beton, musste schon ordentlich gestutzt werden, und ganz ehrlich, die Argumentation 'zu teuer' greift wohl zu kurz. Es ist vielmehr die Frage nach Wasser – ohne das läuft weder der Baukran noch der Wasserkocher auf der zukünftigen Luxusinsel. Das Königreich sucht nach einer Zauberformel, Wasserversorgung neu zu erfinden – und zwar ohne den ewigen CO₂-Ballast der alten fossilen Entsalzungsriese.
Jetzt kommt aus Wien – richtig gelesen – ein Unternehmen mit dem Namen DesertGreener, das verkündet: Wüsten grün machen? Ist machbar! Die Österreicher bieten eine Solar-Entsalzung, die autark, modular und vor allem CO₂-neutral direkt vor Ort installiert werden kann. Kein stundenlanges Warten auf zentrale Mega-Anlagen, keine riesigen Pipeline-Systeme, sondern Plug-and-Play für die kleinen und großen Baustellen von NEOM.
Man spürt förmlich die Verzweiflung: Milliarden werden in den saudischen Sand gepumpt, während die Versorger mit jeder neuen Baustellenplanung Nachtschweiß bekommen. 'Ohne cleveres Wasser läuft hier bald nichts mehr!‘, sagt Carl Albrecht Waldstein, dessen Herzblut in der Technologie steckt. Seine Solarentsalzung soll die Saudis aus der Abhängigkeit von Ölöfen und Hochspannungsleitungen befreien – für Resorts, entlegene Camps und all die abgelegenen OXAGON- und TROJENA-Träume auf dem Reißbrett.
Vision 2030, das saudische Grüne-Großprojekt, bleibt gefährdet, solange fossile Entsalzung das Wasser teuer und klimaschädlich macht. DesertGreener verspricht: Solar-Technik aus Österreich, schnell zu installieren, dezentral und klimaneutral. Eigentlich erstaunlich, wie kurz der Sprung von der Alpenrepublik zur Wüste erscheinen kann, wenn plötzlich die richtigen Ingenieure den Unterschied machen.
Natürlich ist da auch ein Restzweifel: Noch läuft die Technik im Testbetrieb, die Konkurrenz schläft nicht, und vielleicht ist der saudische Appetit auf moderne Lösungen kleiner als die PR-Show vermuten lässt. Aber eines ist klar – ohne grundlegenden Wandel am Wassermarkt bleibt NEOM mehr Trugbild als Trendsetter. Wer die Zukunft in der Wüste bauen will, muss auch eine Antwort auf dürstende Bagger haben.
Österreichs DesertGreener entwickelt eine solare Entsalzungstechnologie, die besonders für Infrastrukturprojekte wie NEOM in Saudi-Arabien attraktiv ist. Das Wasserproblem gefährdet den Fortschritt der Mega-Stadt THE LINE und anderer NEOM-Komponenten; steigende Wasserpreise und die klimapolitische Notwendigkeit machen CO₂-neutrale Alternativen dringend erforderlich. Nach aktuellen Medienberichten steht NEOM weiter unter Druck: Laut Artikeln auf www.spiegel.de und www.zeit.de wurde THE LINE erheblich verkleinert, nicht zuletzt wegen Wasser- und Ressourcenknappheit sowie Problemen bei der Finanzierung. Aktuelle Berichte der FAZ unterstreichen, dass der ökologische Fußabdruck von Meerwasserentsalzung im Land hoch ist und die Regierung dringend nach Partnerschaften mit westlichen Technologieanbietern sucht. Im Bericht von www.dw.com wird betont, dass alternative Wassergewinnung als Schlüssel zu einer nachhaltigen Vision 2030 gesehen wird – und ausländische Firmen wie DesertGreener geraten verstärkt in den Fokus lokaler Betreiber. Diese Entwicklungen spiegeln die sich zuspitzende Wassermangel-Problematik und den hohen Bedarf an innovativen Lösungen für eine klimafreundliche Urbanisierung in Saudi-Arabien wider.