Wespennest am Haus? Warum Sie die Finger davon lassen sollten

Sommerzeit, Wespenzeit: Viele Menschen entdecken Wespennester auf dem Balkon, im Rollokasten oder unter dem Dach - und sind schnell gestresst. Doch wenn Allergiker im Haus sind oder das Nest ungünstig liegt, ist besondere Vorsicht geboten. Lieber nicht selbst Hand anlegen: Für das Entfernen sind nicht nur Fachwissen, sondern auch gesetzliche Regelungen zu beachten. Wer eigenhändig aktiv wird, riskiert saftige Strafen.

heute 10:28 Uhr | 3 mal gelesen

Die Idee, ein Wespennest fix selbst zu entfernen, lockt manchmal – schließlich stören summende Wespen den Sommergenuss. Aber Vorsicht: Wespen und Hornissen stehen unter besonderem Schutz. Wer sie selbst tötet oder gar das Nest zerstört, dem drohen teils atemberaubend hohe Bußgelder – in manchen Bundesländern angeblich jenseits der 50.000 Euro. Laut einer neuen ADAC-Umfrage wissen inzwischen mehr Menschen von diesem Risiko: 72 Prozent kennen das Verbot, sieben Prozent mehr als noch im Jahr davor. Trotzdem, im Alltag gibt es Unsicherheiten. Biologe Stefan Busko betont: "Wespen sind nicht ohne Grund geschützt, normalerweise greifen sie nicht an – es sei denn, man reizt sie." Besonders für Allergiker kann ein Stich aber lebensgefährlich werden, und auch Stiche in Mund oder Hals sind riskant. 62 Prozent berichten, dass sie sich in der Nähe eines Wespennestes gestresst fühlen. Wie verhält man sich also richtig? Abstand halten, nicht wedeln oder pusten, denn schon die Ausatemluft mit Kohlendioxid kann das Nest in Aufruhr versetzen. Und: Nicht jedes Nest muss zwangsläufig verschwinden – oft können Mensch und Wespe koexistieren. Sollte wirklich Gefahr bestehen, hilft der ADAC mit einem Netzwerk zertifizierter Experten. Denn nur Profis können abwägen, wie viel Schutz und Sicherheit wirklich nötig sind. Laut aktueller Umfrage sehen allerdings viele die Preise der Dienstleister kritisch – Zufriedenheit mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis scheint die Ausnahme. Der ADAC möchte deshalb mit geprüften Partnern für mehr Transparenz sorgen. PS: Wer sich für Details interessiert, kann auch Bildmaterial und Interviews mit dem Wespenexperten online abrufen. Und falls doch jemand noch glaubt, ein Wespenproblem sei keine große Sache: Ein aufgeregtes Wespenvolk merkt man erst, wenn es schon zu spät ist…

Der ADAC rät dringend davon ab, Wespennester in Eigenregie zu entfernen, da dies nicht nur mit erheblichen Bußgeldern geahndet werden kann, sondern auch gesundheitliche Risiken birgt, etwa für Allergiker oder bei Stichen in Mund und Hals. Laut aktueller Umfrage steigt das Bewusstsein dafür in der Bevölkerung, gleichzeitig gibt es aber weiterhin Unsicherheiten im Umgang mit Wespen, weswegen professionelle Hilfe und artgerechter Umgang zentral sind. Ergänzend dazu hat das Thema Insektenschutz zuletzt bundesweit an Relevanz gewonnen, da immer mehr Landkreise ihre Bußgelder bei Missachtung des Artenschutzes deutlich angehoben haben und die Nachfrage nach kostenpflichtigen Schädlingsbekämpfungen wächst. Außerdem berichten Verbraucherzentralen, dass unseriöse Anbieter vermehrt hohe Preise für Nothilfeeinsätze bei Wespennestern verlangen. In einigen Bundesländern gelten mittlerweile Mindestanforderungen an die Qualifikation der Schädlingsbekämpfer; Verbraucher sollten daher auf zertifizierte Fachbetriebe achten.

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